10vor10-Beitrag zum iPhone-Projekt

Das Schweizer Fernsehen hat in der Sendung “10 vor 10” über den Start des iPhone-Projekts berichtet:

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21 Antworten auf 10vor10-Beitrag zum iPhone-Projekt

  1. Die erste Medienberichterstattung hat stattgefunden – vor allem auf den 10v10 Bericht durfte man gespannt sein. Mein Fazit: wenn man berücksichtigt, dass in einer solchen Sendung der Aufmacher plakativ ist und Inhalt und Stellungnahmen stark reduziert und komprimiert werden, kann man zufrieden sein. Die beiden Bedenkenträgerinnen haben nichts falsches gesagt. Wenn nächste Woche über Autoleasing, Ferienreisen, Wohnungseinrichtungen oder Schmuck- und Kosmetikmessen berichtet wird, können wieder die gleichen Kommentare verwendet werden. Zudem: wenn ich mich nicht täusche, liegt bei der Dame von der Schuldenberatung ein i-phone auf dem Tisch.
    Nachdem diese “Hürde” nun geschafft ist, bin ich gespannt auf die effektive Arbeit mit den Dingern.
    Kompliment an Christian und Beat!

  2. Alice Gabathuler sagt:

    Was machen Eltern, die grundsätzlich dagegen sind, dass ihr Kind in der fünften Klasse schon ein Handy hat? Beugen sie sich dem Gruppendruck und schlucken die Kröte? Müssen sie – damit ihr Kind nicht zum Aussenseiter wird – damit leben, ein solches Gerät nun auch zuhause zu haben?

    Ich würde mich weigern, als Eltern an einem solchen Projekt teilzunehmen – und bin gespannt, was in so einem Fall passieren würde.

    PS: Es geht mir bei dieser Frage nicht um das Geld (ich weiss, dass ein netter Sponsor alles bezahlt), sondern um eine Lebenseinstellung und einen massiven Einschnitt in die Erziehungsarbeit von Eltern.

  3. Beat Döbeli Honegger sagt:

    Die Eltern wurden bereits vor einigen Monaten informiert und um ihre Einwilligung gefragt, siehe Bericht vom ersten Elternabend.

  4. Alice Gabathuler sagt:

    Glauben Sie, dass wirklich alle Eltern diesem Gruppendruck standhalten? Meine Erfahrung als Mutter ist, dass Eltern schon bei viel weniger relevanten Fragestellungen als dieser sich nicht getrauen, ihre Meinung zu sagen.

    Und eine – wahrscheinlich hypothetische – Frage: Was würden Sie tun, wenn Sie einen Elternteil wie mich hätten, der sich glattwegs weigert, an einem solchen Projekt teilzunehmen?

  5. Wenn Eltern nicht mal dem Druck Standhalten können Ihre Meinung kund zu tun, dann wundere ich mich nicht weiter über den aktuellen Werdegang der Kinder.

    Ich bin der Meinung, man hätte die “Telefonier” Funktion nur für die iPhones untereinander einrichten können, sprich Intern, da der Punkt mit dem Umgehen der Kosten sicher einen sehr wahren Kern beinhaltet.

    Das der 10v10 Beitrag nicht das wahre Gesicht des Projektes zeigt, weiss ich aus erster Hand selbst von meiner Tätigkeit. Trotzdem hat mich der Beitrag auf das Projekt aufmerksam gemacht und bin auf die Entwicklung gespannt.

  6. Beat Döbeli Honegger sagt:

    Sehr geehrter Herr Stalder,
    ich verstehe Ihren Hinweis auf “das wahre Gesicht des Projekts” nicht. Was meinen Sie damit?

  7. Dies war auf den Beitrag bezogen, in welchem geschildert wurde, wie das SF die Schule zeigen will, dass die Schüler bereits mit dem iPhone nachhause laufen mussten des Berichtes wegen, in dem Sinne.

  8. Dave Camenisch sagt:

    Das Projekt finde ich nur bedingt gut. Die Idee das iPhone für den Unterricht in der Schule einzusetzen ist grundsätzlich ok. Aber warum sollen die Kids dann unbeschränkt telefonieren und surfen können? Das macht schultechnisch gesehen keinen Sinn und bringt viele negative Aspekte mit sich. Insbesonders, wenn sie wie im Film gezeigt wird, unkontrollierten Zugang haben. Da wird mit Sicherheit eine Dynamik stattfinden, die nicht förderlich ist. In so einem Fall fehlt dem iPhone definitiv ein Contentfilter, da die Einschränkungen in den Einstellungen unbrauchbar sind. Wenn die Verträge mal unterschrieben sind und die Kids das iPhone wirklich privat nutzen können, möchte ich mal sehen, wie lange es geht, bis die ersten Pornolinks ausgetauscht werden. Ich finde es dann doch sehr naiv zu glauben, dass da die Einführung der Pro Juventute viel bringt. Ich wäre als Vater dagegen (habe selber zwei Kinder 8/10J).

  9. Peter Allenspach sagt:

    Ich finde, dass Man den 11jährigen keine Iphones geben sollte, weil: Wie ich das im 10v10Beitrag gesehen habe, wollen die meisten nur Telefonieren und SMS schreiben für lau! Da hätte auch einfach ein “Französischlerngerät” (Ich weiss nicht, ob es sowas gibt) gereicht! Ein iPhone ist eigentlich NICHT zum lernen gedacht, und ausserdem ist es ein Luxusgerät! Wenn sie schon Gratis iPhones verteilen wollen, dann Der Altersschicht, die damit Etwas Anfangen können! (ab 13 Jahren aufwärts!)

  10. Philipp Egli sagt:

    Grüezi Herr Dummermuth

    mit grossem Interesse habe ich vom Smartphone Projekt Goldau Kenntniss genommen. Neue Technologien sollten unbedingt vermehrt in unseren Schulen auf ihr Potenzial für den Unterricht geprüft werden.
    Was ich nicht verstehe ist Ihre erste Reaktion auf die von Ihnen als “Bedenkenträgerinnen” genannten Fachfrauen.
    Aus meiner Sicht ist es doch ein gewichtiger Unterschied, ob auf dem Pult einer erwachsnene Person ein iPhon liegt oder ob 11 Jährige Kinder schon stolze Besitzer sind. Ebenso sind die von Ihnen aufgezählten Vergleichsthemen allesamt aus der Erwachsenenwelt.
    Jedes Projekt, sei es noch so gut, gewinnt zusätzlich, wenn Reaktionen – auch kritische – ernst genommen und auf ihre Relevanz überprüft werden.
    Und das Thema Schuldenfalle ist für Jugendliche im Zusammenhang mit elektroischen Medien und Iternet definitiv ein relevantes, ganz abgesehen vom deren Suchtpotenzial.

  11. Max Müller sagt:

    Es ist beängstigend, wie sich die ewig Gestrigen dem Fortschritt entziehen und ihre Kinder in Schutzhaft nehmen. Man ist doch verpflichtetet über den eigenen Tellerrand zu sehen. Die Chancen eines Kindes liegen in seinem Alter! Ein Blick auf die Musik und den Werdegang großer Künstler reicht dabei vollkommen aus. Die fangen nicht mit 13 das Spielen der Geige an und gelangen dann in die Philharmonie. Das Talent bildet sich viel früher. Gleiches gilt für Sprachen. Falls die Entwicklung der Technologie, auch in Zukunft, nicht an Geschwindigkeit verliert, dann gibt es weiter nur zwei Möglichkeiten: Entweder werden die eigenen Kinder nur Konsumenten der Technologie oder sie dürfen frühzeitig lernen, ihr Talent entwickeln und als Erwachsener die Technologie mit entwickeln.

    PS: Jedes Jahr in Schutzhaft, kostet so unendlich viel Kraft im Studium.

  12. Ukos sagt:

    Ich sehe einen großen Vorteil in dem Projekt. Junge Leute lernen am Besten spielerisch den Umgang mit technischen Geräten. Dabei kommt oft der sinnvolle Einsatz bzw. das Arbeiten mit den Geräten zu kurz. Unter ständiger Anleitung und Kontrolle des Lehrpersonals lernen die Schüler verantwortungsbewusst und effektiv mit den neuen Medien umzugehen und diese nicht nur als Spielzeug und Prestigeobjekt zu sehen. Würden die Schüler ein iPhone ohne eine solche Anleitung bekommen würden sich wahrscheinlich nur Furz Apps und Spiele auf dem Ding finden, aber so gibts eben auch produktive Dinge wie Graphcalc, Wikipedia, eBooks usw.
    Apple hat die Möglichkeiten des iPhones im Bildungssektor bereits erkannt und zeigt, was mit Projekten wie itunesU möglich ist. Auch moodle soll ja vermehrt an Schulen zum Einsatz kommen. Microblogging wie zB Twitter hält Einzug in die Unternehmenskommunikation usw. Die Kommunikationswelt ändert sich und wer nicht mitzieht hat weniger Chancen.

  13. S. Liechti sagt:

    Besser wäre es m.E. gewesen, iPod touches zu verteilen. Darauf laufen auch alle Apps und Internet über WLAN wäre in der Schule möglich.

    In Realität sind die laufenden Kosten beim iPod auch auf die Anschaffung von weiteren Apps oder Musik beschränkt. Aber mir ist schon klar: Welcher Telekommunikationskonzern würde ein solches Projekt sponsern? 😉

    mfg
    Stefan Liechti

  14. Beat Döbeli Honegger sagt:

    @ S. Liechti: Derzeit haben die iPod touches keinen Fotoapparat. Der scheint mir schon noch wichtig zu sein für das Projekt.

  15. S. Liechti sagt:

    Eine eingebaute Kamera zu haben, ist zwar schön und gut, aber nicht unbedingt notwendig. Ein Gerät ohne Telefonfunktion hätte m.E. alle Vorteile des iPhones, aber nicht den Nachteil, dass u.U. falsche Ansichten zu den overall-costs eines solchen Smartphones entstehen.

    Letztes Jahr habe ich bei der Lancierung des iPhone 3G in Swisscom-Shops Promotion dafür gemacht. Wenn man von 10-12jährigen Kids lapidar danach gefragt wird, wieviel ein solches Geräte koste – offensichtlich, ohne irgendwelche Gedanken an Folgekosten / Reparaturkosten zu verschwenden – sehe ich da durchaus Thematisierungsbedarf…

    mfg
    Stefan Liechti

  16. Sehr geehrter Herr Egli
    Mir ging es in meinem ersten spontanen Kommentar überhaupt nicht darum, kritische Stimmen zu diskreditieren – es gibt wahrscheinlich kaum eine kritische Frage, die wir uns im Vorfeld des Projekts selber nicht auch gestellt haben. Schulden und Sucht sind Themen, die ernst zu nehmen sind. Ich meine aber, dass das Projekt nicht a priori auf das Missbrauchs- und Negativpotential reduziert werden soll. Damit wird man der Intention des Ganzen nicht gerecht. Es geht um einen eng begleiteten, mit allen Beteiligten gut koordinierten Versuch, der eine Chance verdient hat, der aber auch abgebrochen werden kann. Ich denke, so kann in einem heute offenbar noch sensiblen Bereich wertvolles Wissen gewonnen werden, das vielleicht andere wieder vor Irrungen und Wirrungen bewahrt. Das mit dem i-phone war übrigens nur eine Wahrnehmung und keine Wertung (habe das erst bei mehrmaligem Anschauen mitgekriegt…)

  17. Lamar de Vries sagt:

    Man würde den verzogenen gofen lieber einmal Respekt und Anstand bei bringen als iPhones verteilen….
    Und Apple Produkte kommen bei uns sowieso nicht ins Haus, ich würde mich dagegen wehren, wenn meinen Kindern ein iPhone aufgeschwatzt würde.

  18. Silvan sagt:

    Es ist schön, dass es noch mutige Schulen gibt!
    Ihr stellt euch den neuen Herausforderungen und packt die Chance.
    Mein Kompliment! Solche Schulen wünsche ich mir.

  19. Peter sagt:

    SUPER! Dass der Lernerfolg eintrifft, bin ich überzeugt. Ich habe meinem Sohn mein “altes” 3G-Iphone gegeben, jedoch “nur” mit Prepaid-Karte. Also muss er noch auch Kosten und vor allem auf WIFI achten. man ist einfach schneller und hat auf viele Fragen gleich eine Antwort. Worauf ich jedoch gespannt bin, “was machen die Kinder, respektive die Eltern, wenn das Projekt fertig ist?” Zahlen die dann die ABO-Kosten von CHF 169.– (aktueller Status, All inclusive)”??

  20. Armin sagt:

    Mit Interesse habe ich vom “iPhone Projekt” der Projektschule Goldau gelesen.

    Ich frage mich einfach, ob das iPhone hierfür wirklich das geeignete Gerät darstellt – meiner Meinung nach wäre ein (Linux)-Netbook mit einer Swisscom “Unlimited”-Karte die bessere Wahl gewesen.

    Mit dem iPhone drängen Sie ihre Schüler doch sehr in die “Life-Style” und Kommerz-Ecke.

    Sie wollen doch bestimmt, dass ihre Schützlinge zu weltoffenen Menschen heranwachsen – ob ihnen da ein voll-proprietäres, total geschlossenes und vertikal auf Konsum ausgerichtetes Apple-Produkt wirklich so behilflich ist, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln.

  21. Roland sagt:

    Warum wird nur immer über das negative gesprochen, was alles schlecht ist mit dem iPhone, was mann den Kindern sonst besser beibringen soll oder was mit dem iPhone für Missbrauch betrieben werden kann.

    Übrigens Respekt und Anstand sollte eigentlich von zu Hause kommen und ist nicht die Aufgabe von dem Lehrkörper.

    Seht doch das Projekt mal als eine gute Gelegenheit, begleitet mit den heutigen Kommuikationsmittel umzugehen.

    Die Tendenz die sich im Kommunikationsmarkt entwickelt geht in eine FLAT Rate, (All inclisive), die in einem Jahr sicher nicht mehr beim aktuellen Stand von Fr. 169.- befindet.

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