Projektschule Goldau

Informationen

Kooperationspartner

Suche


Personen

Themen

« Wie sieht es mit Office-Programmen aus? | Home | Man sollte misstrauisch sein! »

FAQ: Wie sieht es mit der Strahlenbelastung der Kinder aus?

Von Beat Döbeli Honegger | 7.September 2009

Ist es sinnvoll und zumutbar, Kinder der Strahlenbelastung von Mobiltelefonen auszusetzen? Gefährdet das iPhone-Projekt nicht die Gesundheit der beteiligten Schülerinnen und Schüler der Projektschulklasse?

Mobiltelefone transportieren Daten und Sprachsignale per Funkwellen. Damit verursachen sie in ihrer Umgebung eine Strahlenbelastung, oft auch Elektrosmog genannt. Zur Schädlichkeit von Mobilfunkstrahlen existieren unterschiedliche Aussagen und Studien. Es existieren offizielle, staatlich definierte Grenzwerte zur erlaubten Strahlenbelastung, die jedoch von Kritikern zunehmender Nutzung von Funktechnologie angezweifelt werden.

Wir sind uns der Gefahren und Diskussionen rund um die Strahlenbelastung von Mobiltelefonen und Funknetzwerken sehr wohl bewusst. Da über 80% der Schweizer 12-13jährigen ein eigenes Mobiltelefon besitzen, ist die Thematik nicht nur für die Projektschule Goldau relevant. Für das iPhone-Projekt an der Projektschule Goldau gilt folgendes:

Siehe auch:

Topics: FAQ | 5 Kommentare »

5 Kommentare to “FAQ: Wie sieht es mit der Strahlenbelastung der Kinder aus?”

  1. Spatenpauli meint:
    7.September 2009 at 5:52

    Beim Gebrauch einer Freisprecheinrichtung werden Handys normalerweise am Körper getragen, in Hosentaschen etwa oder in Brusttaschen. Dabei sollte das Handy mit derselben Gehäuseseite zum Körper zeigen, wie wenn es zum Telefonieren an den Kopf gehalten wird. Diese kleine Vorsorgemaßnahme reduziert die Funkfeldbelastung. Grund: Handyantennen sind so konstruiert, dass sie bei Telefonaten vom Körper weg strahlen. Auch die Grenzwertfestlegung geht davon aus, dass sich niemand Handys “verkehrt” herum an den Kopf hält. Bei einem “falsch” herum in der Hosentasche getragenen Handy strahlt die Antenne zum Körper hin. Dabei kann es schlimmstenfalls sogar zu Grenzwertüberschreitungen kommen (Teilkörperexposition > 2 W(kg). Die beschriebene kleine Vorsorgemaßnahme kostet keinen Cent, sie verhindert unnötig hohe Funkfeldbelastungen und gilt für alle, Kinder & Erwachsene, sobald Freisprechanlagen benutzt werden.

  2. Christian Neff meint:
    8.September 2009 at 9:36

    Danke für die konstruktive Kritik, ich freue mich um jeden Tipp.

    Ich bin im Moment mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam daran, Regeln für den Gebrauch von Natels zu sammeln. Ihre Vorsorgemassnahme war bereits ein Thema bei uns und auch, dass sie beim SMS-len das Telefon nicht nahe an den Körper nehmen sollen. Des weiteren werde ich darauf hinweisen, ohne Headset nur möglichst kurz zu telefonieren, nur im Notfall unterwegs zu telefonieren (dann wird ständig in eine andere Funkzelle eingewählt), beim Rufaufbau das Handy nicht an den Kopf zu halten und natürlich das Gerät über Nacht auszuschalten. Die Schüler haben sich zusätzlich dazu entschlossen, das Gerät auf dem Schulweg im Schulthek und nicht auf dem Körper zu tragen (und entsprechend auch nicht zu benützen).

    Ich gehe davon aus, dass die Kinder der Projektschule bereits jetzt mehr über Vorsorgemassnahmen wissen, als die gleichaltrigen Kinder, welche privat ein Handy haben.

  3. Spatenpauli meint:
    8.September 2009 at 11:18

    Für das im Pilotprojekt verwendete Smartphone “iPhone 3G” gibt es widersprüchliche Angaben zum SAR-Wert, den das Gerät verursacht (je kleiner der Wert, desto besser. Ab 0,6 W/kg oder weniger würde ein Handy nach den Kriterien des “Blauen Engel” als strahlungsarm gelten. Dies aber schafft das “iPhone 3G” nicht, als beste Bewertung für dieses Modell habe ich 0,88 W/kg gefunden (www.handywerte.de) als schlechteste 1,38 W/kg (http://www.macprime.ch/forum/viewthread/5184/ ). Eine kleine SAR allein ist zwar nicht das einzig selig machende, dennoch stellt sich die Frage: welchen SAR-Wert verursacht ein “iPhone 3G” denn nun wirklich? Wenn sich der sehr ungünstige Wert von 1,38 W/kg als richtig herausstellt, wäre zu überlegen ob es nicht besser ist, sich nach strahlungsärmeren Modellen mit vergleichbarem Leistungsumfang umzusehen.

    Der hohe SAR-Wert macht sich dann belastend bemerkbar, wenn die Empfangsbedingungen vor Ort so schlecht sind, dass das Smartphone auf maximale Sendeleistung hochregeln muss, um die Verbindung zu halten. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

  4. Beat Döbeli Honegger meint:
    8.September 2009 at 11:26

    Besten Dank für die Hinweise zum SAR-Wert des iPhones. Die massiv widersprüchlichen Angaben bezüglich SAR-Wert des iPhone 3G im Internet sind mir bei einer Recherche ebenfalls aufgefallen. Bei der gleichen Recherche bin auch auf Kritik an der Masseinheit SAR gestossen.

    Ein Wechsel der Geräte steht für das vorliegende Projekt derzeit nicht Diskussion, sehr wohl aber die Sensibilisierung der Nutzenden.

  5. Spatenpauli meint:
    9.September 2009 at 12:14

    Entwarnung!

    Auf der Apple-Website finden sich, zwar versteckt aber dafür sehr detailliert, Angaben zu den SAR-Werten des “iPhone 3G”. Die 1,38 W/kg gelten für die USA nicht für Europa. Nach Europanorm gemessen ist der ungünstigste SAR-Wert des Geräts beim Gebrauch am Ohr 0,878 W/kg und beim Gebrauch am Körper 0,559 W/kg. Bei W-LAN-Betrieb sieht es sogar noch günstiger aus:

    Kopf: 0,371 W/kg
    Körper: 0,051 W/kg

    Dies alles und mehr findet sich in diesem PDF wieder:

    http://manuals.info.apple.com/de_DE/iPhone_3G_Wichtige_Produktinformationen_D.pdf

Kommentare