Die Projektschule an der Didacta 2014

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Am Mittwoch, den 29.10.2014 wird Christian Neff an der Didacta 2014 in Basel das Projekt Brings mIT! der Projektschule Goldau vorstellen und in der anschliessenden Diskussion Fragen beantworten.

  • Ort: Didacta 2014, Basel, Swisscom Arena (Halle 1, Stand C90)
  • Zeit: 29.10.2014, 9:30 bis 10:30
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Gratis-Apps für Android-Geräte getestet & gelistet

Ich habe nun über ein Jahr lang im Google Play-Store viele Android-Apps für den Unterricht gesucht, runtergeladen und mit den 3./4. Klässlern auf dem Tablet ausprobiert. Viele haben wir wieder gelöscht. Diejenigen, die wir nützlich fanden, liste ich hier mal auf, weil ich finde, dass man diese ruhig publik machen darf. Ich finde sie toll und im Unterricht gut einsetzbar.


MATHEMATIK

MulticowMulticow
+ Einmaleins-Applikation (je schneller, desto besser)
+ Countdown: So viele Punkte wie möglich innerhalb 1 Minute erreichen
+ Endlos viele 1×1-Fragen & Highscore-Möglichkeiten

KopfrechnenKopfrechnen – Mathe
+ Mehrere Schwierigkeitsgrade: Easy, Medium, Hard
+ Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division
+ Mutliplayer-Modus

multiplication10Monkeys Multiplication
+ Das kleine Einmaleins von der 2er- bis zur 10er-Reihe
+ Ziel: Alle Affen befreien
+ “Suchtfaktor”

Zwei Spieler Spiele MatheZwei Spieler Spiele Mathe
+ Zwei Spieler Reaktionsspiel besser als Mathe-Duell-Spiel bekannt
+ 10 Spiele in Folge, alle Grundoperationen gemischt
– Man kann beim Spielen “schummeln”

Math PractMath Practice Gamesice Games
+ Viele versch. Spielformen (z.B. Rennen, Reaktion, 2 Spieler usw.)
+ Addition- & Multiplikationsraster veränderbar
– Das Spiel ist in englisch, aber gut zu verstehen

1x1Trainer1×1 Trainer (Techn. Uni Graz)
+ Alle gerechneten Beispiele werden online gespeichert
+ Lernfortschritt verfolgbar (Entwickler kontaktierbar)
– Schüler benötigen eigenen Account


DEUTSCH
Lesen lernen mit SilbenLesen lernen mit Silben
+ App enthält 30 aufeinander aufbauende Lektionen
+ Einsetzbar in der 3. Klasse
– Nach 30 Lektionen ist Schluss

Lurs Wörterjagd Lurs’ Wörterjagd
+ Nomen, Adjektive oder Verben erkennen und trainieren
+ Bestenliste online, 3 versch. Levels spielbar
– Manchmal stürtzt es einfach ab

SilbenkönigSilbenkönig
+ Silben mit Silbenbögen trainieren
+ Silben hören, sehen und suchen
+ Auf verschiedenen Levels tranierbar


MUSIK
Noten lesen¼ Lernen Musik Noten lesen
+ Noten lesen lernen im G- und/oder F-Schlüssel
+ Musiknoten als C, D, E, F, G, A und H
+ Alternative Klänge (Gitarre, Orgel, Trompete usw.)

WalkBandWalk Band
+ Das Garageband für Android-Geräte
+ Musikstudio mit Keyboard, Gitarre, Drum Pad & Drum Machine
+ Mehrspurenaufnahme für unterschiedliche Instrumente


Diese App-Liste ist für Kinder in der 3./4. Klasse interessant und ich bin mir sicher, dass es noch viele andere gute Applikationen gibt. Ich werde diese Liste fortlaufend ergänzen. Es lohnt sich also, vielleicht wieder einmal diesen Link aufzurufen.

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Zwischenbilanz zu “I have a dream”

Am 1.2.2012 publizierte ich hier I have a dream…, worin ich mitteilte, dass jedes Kind meiner damaligen 4. Klasse ab dem neuen Schuljahr ebenfalls einen iPod erhalten werde und wir Teil des Projekts Digitaler Alltag sein werden. Dazu liess ich meinen Träumen freien Lauf.
Nun sind mehr als 2 Jahre vergangen und ich habe bereits eine neue 4. Klasse, die seit anfangs 3. Klasse mit ihrem Samsung-Tablet arbeitet. Erlauben Sie mir heute eine kurze Zwischenbilanz, ob die damaligen Träume bereits verwicklicht werden konnten oder vielleicht noch länger Träume bleiben.

Ich hoffte damals, dass…

…ein iPod touch nicht einfach als weitere Spielkonsole verstanden wird.
Natürlich wird ein digitales Gerät in der Schule in erster Linie als Werkzeug/Instrument eingesetzt, bleibt aber als Spielkonsole wohl immer äusserst attraktiv. Zumindest entdecken meine Kinder gerade Clash Of Clans, das sich zumindest unter den Jungs wie ein Feuer verbreitet.

…die Schüler die iDevices tatsächlich zum Lernen benützen und dadurch dann auch wirklich etwas “Richtiges” lernen werden!
Ja, die Kinder lernen tatsächlich damit, z.B. das Einmaleins, die Silbentrennung, E-Mails schreiben, Lesetexte aufzunehmen, Filme & Fotos zu machen, im Internet suchen, Files downloaden, Apps downloaden uvm. Die Medienkompetenz zumindest wird markant gesteigert.

…das gute soziale Gefüge der Klasse nicht schlechter wird, sondern sogar eher noch besser.
Hier konnte ich bis jetzt noch keine konkreten Feststellungen machen. Weiss gar nicht, ob ein digitales Gerät einen Einfluss auf das soziale Gefüge hat? Wäre wohl mal ein eigener Blogeintrag wert…

...es weniger Strafaufgaben geben wird, weil die Kinder (dank Kalender und akustischer Erinnerung) viel weniger vergessen werden.
Ja. Das ist zumindest in meiner Klasse feststellbar. Die Kinder vergessen in der Tat weniger. Ich stelle die täglichen Hausaufgaben (auch für die Eltern) online, wo man gegebenenfalls nachschauen kann, was zu tun ist. Zudem fotografieren die Kinder die Texte, die sie vom Hellraumprojektor, Wandtafel oder aus Buchseiten noch fertigschreiben müssen oder knipsen ihre Ergebnisse, die sie dann ihren Kollegen weiterschicken können.

…die Rechenleistung und/oder das logische Denken grundsätzlich verbessert wird.
Ja. Zumindest das Einmaleins kann durch gezielte Übungen erheblich gefördert und verbessert werden. Ich bin der Überzeugung, dass auch das logische Denken verbessert wird.

…die visuelle und die akustische Wahrnehmung stark verbessert werden.
Hier konnte ich bis jetzt noch keine konkreten Feststellungen machen.

…sich die Rechtschreibung erheblich verbessern wird.
Nein. Leider konnte ich hier noch absolut keine Verbesserung oder Beeinflussung infolge der Benutzung eines iDevice oder einer App feststellen.

…mehr Hörspiele gehört werden und sich damit auch das Hörverständnis verbessern wird.
Nein. Es werden – soweit ich weiss – keine Hörspiele konsumiert.

…sich unteranderem die Leseleistung verbessern wird, weil sich die Schüler beim lauten Vorlesen (mehrmals) aufnehmen und sich (gegenseitig oder selber) anhören werden.
Ja. Das (oft mehrmalige) Aufnehmen ihrer Leseübungen trägt klar zu einer Verbesserung der persönlichen Lesetechnik bei.

…Kinder mit Migrationshintergrund bessere Chancen erhalten, die 2 neuen Sprachen zu erlernen und dadurch die eigene Aussprache optimiert wird.
Zur Zeit versucht sich gerade die neue Englisch-Lehrerin an Apps, die sie zu Übungen des Lehrmittels “SuperBus” findet. Auf diese Antwort muss man hier also noch etwas warten.

…die Rhythmussprache endlich korrekt im Takt geübt und vorbereitet werden kann.
Ja. Rhythmische Übungen werden eigentlich nur noch mit dem Metronom geübt und können sogar paralell dazu aufgenommen werden. Eine gute Selbstevaluation…

…die Tonleiter mit den relativen und absoluten geübt werden kann, ohne dass zuhause irgendwo verstaubte Blockflöten malträtiert werden müssen.
Ja. Mit einer Klaviertastatur-App sehen die Kinder sogar die Halbtonschritte zwischen der 3. und 4., bzw. 7. und 8. Stufe. Sie können durch diese Apps die Noten oder ihre Werte schneller verstehen lernen.

…allgemein viel mehr (oder ganz neue, unbekannte) Musik gehört wird.
Ja. Im Bildnerischen Gestalten hören die Kinder jeweils zu zweit Musik via iTube, FoxTube oder YouTube und zeigen sich ständig ihre Lieblings-Playlists. Auffällig ist allerdings, dass man heutzutage die Musik nicht mehr als mp3-Files auf das Gerät lädt, sondern via iTube und anderen Portalen streamt.

…die Kinder besser singen, bzw. genauer werden.
Hier konnte ich bis jetzt noch keine konkreten Feststellungen machen. Das wird wohl immer eine Talentfrage bleiben.

…sich die Orientierung im Gelände verbessert wird.
Ja. Definitiv. Ortschaften können jederzeit weltweit gefunden werden. Dazu hilft nur GoogleMaps sich im Gelände besser von A nach B zu bewegen. Himmelsrichtungen lassen ebenfalls sich einfacher bestimmen und das Potential von Streetview wird künftig wohl erst richtig verstanden sein.

…nicht alle Games für Kinder grundsätzlich schädlich sind.
Ja. Ich bin ein grosser Freund von Minecraft geworden.

…sich das brennende Verlangen, spätestens in der 5. Klasse unbedingt ein eigenes Handy zu besitzen, praktisch in Luft auflöst.
Seit BYOD wissen wir, dass es heutzutage Klassen gibt, in denen sogar schon eine 100% Verfügbarkeit digitaler Geräte festgestellt werden konnte. Es besitzt heute also aktuell praktisch jedes Kind ein “Own Device”, wenn es in die 5. Klasse kommt.

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5. Workshop “Digitale Lerninfrastrukturen in Schulen”

Anlässlich der Abschlussveranstaltung des School IT Rhein Waal-Projekts fand am 25.09.2014 in Duisburg der 5. Workshop Digitale Lerninfrastrukturen statt. Christian Neff und ich durften die interessante Tagung mit einem Bericht über die Projektschule Goldau eröffnen:

(Folien)

Exakt eine Woche nach der Tagung sind nun von allen Vorträgen die Präsentationsfolien und die Videomitschnitte online. Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren sowohl für die Tagung als auch für deren umfassende Dokumentation!

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Wer würde denn was mitbringen?

Wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin mit dem Gedanken spielt Bring your own device (BYOD) (Biblionetz:w02286) auszuprobieren, so muss er wissen, wer in der Klasse was mitbringen würde. Schlägt man BYOD einer Schule vor, bekommt man oft als Antwort “Das würde bei uns nicht funktionieren, da würden viel zu wenige etwas mitbringen.” – genauere Zahlen haben aber die wenigsten Schulleitungen. Die üblichen Mediennutzungsstudien unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der Schweiz helfen auch nicht weiter – ihre Resultate, die mit einer Verzögerung von fast zwei Jahren publiziert werden, sind in diesem schnelllebigen Bereich rasch veraltet, sind zu wenig technikspezifisch und berücksichtigen auch die lokalen Unterschiede nicht.

Mit unserem gestern am 5. Workshop Digitale Lerninfrastrukturen in Duisburg in einer Betaversion vorgestellten Umfrage-Tool http://byod-umfrage.de versuchen wir diese Lücke zu schliessen. Eine Lehrperson kann rasch eine Umfrage für ihre Klasse erstellen und durch die Schülerinnen und Schüler ausfüllen lassen, egal ob auf einem Notebook, Tablet oder Smartphone.

img029.jpg

Befragt wird eigentlich folgendes Schema:

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Die Auswertung liefert einerseits eine Aufschlüsselung nach Betriebssystemen, andererseits nach möglichen Nutzungsszenarien:

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Wir hoffen damit die Planung von BYOD an der Schule fördern zu können und sind gespannt auf Feedback! http://byod-umfrage.de

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Rechnen mit QR-Codes

QR-CodesMathe
Auf kibs.ch findet man ergänzende Materialien für den Mathematikunterricht mit dem Zahlenbuch. Man kann für die Primarstufe zwischen den 3.-6. Klassen und auf der Oberstufe zwischen den 7.-9. Klassen wählen. Klickt man eine der Klassen an, so findet man ergänzende Online-Materialien, welche zum Üben, Vertiefen und Wiederholen genutzt werden können. “Die Materialien ersetzen kein Lehrmittel, sondern leisten einen Beitrag zur Individualisierung im Unterricht und zur Steigerung der Lernmotivation”, lässt kibs.ch auf ihrer Website verlauten.

QRKlickt man eine entsprechende Klasse an, findet man ein pdf-Dokument mit QR-Codes für geeignete Zusatzübungen zu den entsprechenden Zahlenbuch-Seiten. Dazu lädt man im PlayStore oder auf iTunes einen QR Code Reader runter, wodurch die Schüler dann direkt zur entsprechenden Zusatzübung im Internet gelangen. Neben dem QR-Code enthält jede Etikette die Angabe der Zahlenbuch-Seite, sowie ein Stichwort zur Art der Übung.

Zusätzlich könnten sogar noch die Etiketten der pdf-Vorlage heraus auf L7632 Avery-Zweckform-Etiketten (im Fachhandel erhältlich) gedruckt und anschliessend auf den entsprechenden Lehrerkommentar-Seiten des Zahlenbuchs eingeklebt werden.

Und manchmal muss zum Öffnen einer Übung zuerst eine Werbeinblendung weggeklickt werden und Hinweise wie “Puffin” weisen darauf hin, dass es sich bei einer Übung um flash-Inhalte handelt, die nur mit einem entsprechenden Browser (z.B. Puffin) geöffnet und bearbeitet werden können. Alles in allem aber eine interessante Form des Einsatzes des Tablets im Matheunterricht, sowie zur Individualisierung im Unterricht oder zur Vertiefung, zur Motivation oder zur Wiederholung eines mathematischen Sachinhalts, schön geordnet nach den entsprechenden Kapiteln des offiziellen Schweizer Lehrmittels Zahlenbuch (Klett) in der Mathematik.

Heute Morgen persönlich ausprobiert und mit Prädikat “das blogg ich” hier festgehalten.

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Tagung “Wischende Finger im Sachunterricht – Tablets in der Grundschule”

Am 10. und 11. Oktober 2014 findet an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd die Tagung “Wischende Finger im Sachunterricht – Tablets in der Grundschule” statt – auch mit einem Beitrag der Projektschule Goldau:

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DANKE für ein tolles Schuljahr!

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Online gamen geht auch ohne Online-Game

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Auf die Anfrage der Kinderzeitschrift JUNIOR, ob sie mit meiner Tablet-Klasse das neu entwickelte Game “Xplore” vortesten dürfe, haben wir am 6.6.14 während 2 Lektionen den Prototypen des Spiels auf Herz und Nieren geprüft. Dazu hat Frau Nadja von Euw den Kindern das Spiel via Beamer erklärt und Mike Kronenberg diese Beta-Version auf das Tablet geladen. Dann wurde gespielt und obwohl im Spiel auch “viel” gelesen werden musste oder Fragen beantwortet werden mussten, waren die Kinder Feuer & Flamme für das Spiel. Hat man nämlich auf 3 verschiedenen Quiz-Inseln genügend Punkte gesammelt, darf man auf seiner eigenen Insel Häuser, Autos, Strassen uvm. kaufen und bauen.
IMG_2397Einmal mehr hat sich aber mein damaliger Hauptentscheidungsgrund für ein Tablet in seiner schönster Pracht gezeigt. Die Kinder – anfänglich noch alleine – setzten sich schnell zu kleinen Gruppen zusammen, um die Quizfragen gemeinsam zu lösen oder im Spiel weiterzukommen. Für Kinder mit Migrationshintergrund ein klarer Vorteil, da sie gewisse Fragen sonst vielleicht nicht richtig hätten lösen können. Natürlich gabs auch Kinder, die trotzdem lieber alleine spielten.
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Das gemeinsame Arbeiten am Tablet ist meines Erachtens einer der wesentlichesten Vorteile bei der Frage nach Tablet oder iPod. Die gemeinsamen Interaktionen am Gerät tragen genauso zur Freude am Game bei, wie die Grafik des Spiels und deren Inhalt. Es braucht nicht immer eine Online-Version eines Spiels, wenn man es auch in der Realität zusammen spielen kann. Ich erinnere mich da gerne an das Spiel MYST, das mir zu dritt am PC einfach mehr Spass machte, als alleine.

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Minecraft anstelle eines Erlebnisaufsatzes

SwissporHallenbad

Neulich war ich mit meinen Kindern im Hallenbad in Luzern baden. Dort gibt’s ein 1-Meter, ein 3-Meter und ein 5-Meter-Sprungbrett, von denen mein Sohn mehr als angetan war. Wieder zuhause fragte er mich, ob er nach dem Abendessen noch etwas Minecraft spielen dürfe. In diesem Spiel kann man aus zumeist würfelförmigen Blöcken eine eigene 3D-Welt bauen und gegen Monster kämpfen. Eigentlich stört es mich, wenn mein Junge am “Gamen” ist, aber ich staunte echt nicht schlecht, als er mir nach ca. 45 Minuten die exakte Nachbildung des Hallenbads in Luzern präsentierte. Allerdings ohne das Sprudelbad, die Rutschbahn und das Kinderplanschbecken, wo er sich auch kaum aufhielt.

Den Teil mit dem Sprungbrett ist ihm aber extrem detailliert gelungen, wie man auch selber auf der Website des Hallenbads nachprüfen kann. Mein Sohn fügt aber gerne hinzu, es sei noch nicht ganz fertig. Der Boden müsse noch ausgewechselt werden und das Dach liesse er vermutlich weg, weil es sonst drin zu dunkel werde.
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Erstaunlich finde ich die Proportionen der einzelnen Sprungtürme und Räume, die Positionierung der beiden Becken und die gesamte Raumaufteilung. Erstaunlich auch die Geschwindigkeit, mit mein 5. Klässler dies erbaut hat. Und dies alles aus dem Gedächtnis und mit diesen simplen Pixel-Blöcken. Ich bin wirklich beeindruckt, wie sich ein simpler Schlechtwetter-Ausflug mithilfe des Spiels Minecraft reflexieren lässt. Vielleicht sollte ich diese Erfahrung für die nächste Exkursion (Augusta Raurica oder Suariermuseum Aathal) auch schulisch nutzen? Zum Beispiel anstelle eines Erlebnisaufsatzes…

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