iPad Education

Apples Education Event von dieser Woche hat in den Medien erstaunlich viel Echo ausgelöst. Was mich erfreut, sind aber auch die positiven Kommentare der Leser von Onlinenews. Das iPad als Teil des Unterrichts scheint bei der Bevölkerung mehr und mehr akzeptiert, ja sogar erwünscht zu sein.
Ebenso erfreulich sind aber auch die von Apple vorgestellten Neuerungen. Mit iBooks Author ist es für jeden ein leichtes, Lernbücher zu erstellen und zu veröffentlichen. Nur fehlen leider noch einige weitere Widgets, um die Interaktivität auszuschöpfen und mehr sinnvolle Aufgaben für die Lernenden einzufügen. Ausserdem bleibt zu hoffen, dass auch die bestehenden Verlage bald aufspringen und ihre Lehrmittel anpassen.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual: Tablets vs. Handhelds

Die freie Wahl ist ein Segen, überlässt einem aber auch die Verantwortung. Ich durfte frei entscheiden, ob ich für meine Schüler Tablets oder Handhelds möchte. Ich überlegte lange hin und her, fand für beide Varianten Vor- und Nachteile, war zwischenzeitlich dieser und dann doch wieder anderer Meinung.
Am Ende gab für mich das grössere Display den Ausschlag. Denn es ermöglicht und vereinfacht die Zusammenarbeit unter den Schülern. Auf einem Tablets können die Kinder in Kleingruppen einen Film betrachten, Musik machen, einen Text lesen und vieles mehr. Wo bei einem Handheld oft der Platz für den Kollegen nebenan fehlt, lädt ein Tablet geradezu ein, miteinander zu arbeiten. Dies erachte ich als grossen Vorteil und hat mir am Ende die Wahl doch ziemlich einfach gemacht.
Abgesehen vom Kollaborationseffekt sehe ich auch Vorteile beim Schreiben. Auf einem Tablet lässt es sich sehr gut und übersichtlich schreiben und lesen. Ich kann mir bereits einige Unterrichtsszenarien vorstellen und bin sehr gespannt, was sich in diesem Bereich für Möglichkeiten auftun werden.

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Brauchen Tablets Tastaturen?

Zu den neckischen technischen Detailfragen im kommenden Projekt Digitaler Alltag gehört die Frage, ob persönliche Tablets in der Primarschule optimalerweise mit einer Hardwaretastatur ergänzt werden sollten.

Liegt der Wert eines Tablets darin, dass es eben gerade keine Tastatur besitzt und unter anderem deshalb so klein, leicht und handlich ist? Oder ist die Hardwaretastatur gerade das, was einem Tablet im Primarschul-Umfeld zu einem Netbook/Notebook fehlt?

Beim iPhoneProjekt hatten wir uns diese Gedanken auch schon gemacht. Aber Smartphones sind nicht das Gleiche wie Tablets. Zudem besteht jetzt die verführerische Möglichkeit, Hüllen mit integrierter Tastatur zu evaluieren: Zwei Fliegen auf einen Schlag?

Konkret geht es um mögliche Tastaturen für das iPad 2. Da gibt es beispielsweise die Tastatur von Logitech:

Damit wird aber nur die Vorderseite des iPad geschützt, die Rückseite bleibt offen. Zudem IST die Tastatur die Hülle, d.h. mit dieser Lösung muss das Gewicht der Tastatur immer mit:

Andere Hüllen wie z.B. von Belkin umhüllen das gesamte iPad:

Für Schweizer Verhältnisse muss immer sichergestellt werden, dass die Tastatur auch tatsächlich im Schweizer Layout verfügbar ist. Dies ist z.B. bei der oben abgebildeten Belkin-Tastatur nicht der Fall. So gibt es auch ClamCase, welches das iPad zu einem Notebook macht, nur mit US-Tastaturlayout:

Doch die wichtigere Frage zuerst: Brauchen Primarschul-iPads Tastaturen?

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Unterrichtsideen zum Handy im Unterricht

Auch nach zwei Jahren iPhone-Projekt ernte ich noch oft unverständliche Blicke, wenn ich vom Mobiltelefon als Werkzeug oder Thema im Unterricht (Biblionetz:w01971) spreche . Selbst für Lehrpersonen, die in Notebookprojekten aktiv sind, mutet die Vorstellung seltsam an, dass man Handys sinnvoll im Unterricht einsetzen könnte. Meist ist darum das Handyverbot in der Schule (Biblionetz:w02202) noch naheliegender als praktische Unterrichtsszenarien.

Umso erfreulicher ist es, dass in jüngerer Zeit nach englischsprachigen Büchern (z.B. Biblionetz:b03693) nun auch deutschsprachige Bücher erschienen sind, die konkrete Unterrichtsvorschläge enthalten.

Besonders gefällt mir das Buch von Katja Friedrich, Ben Bachmair und Maren Risch: Mobiles Lernen mit dem HandyHerausforderung und Chance für den Unterricht (Biblionetz:b04668) zu nennen. Die kurzen Kapitel 1 und 2 nennen Gründe für die Integration des Handys in den Unterricht und zeigen die grundlegenden Potenziale anhand der konvergenten Handyfunktionen auf. Im zentralen dritten Kapitel werden 50 konkrete Unterrichtsszenarien von der ersten Primarschulklasse (Buchstabensuche mit dem Fotoapparat) bis zum Gymnasium und zur Multiplikatoren-Schulung jeweils kurz beschrieben. Im Kapitel 4 sind dann fünf Unterrichtseinheiten detaillierter beschrieben und Ben Bachmair rundet mit pädagogischen Überlegungen in Kapitel 5 das Buch ab. Erwähnenswert macht das Buch nicht die 50 Szenarien an sich (die so neu nicht sind und sich an verschiedenen Orten im Internet (so auch in diesem Weblog) finden) sondern die praktische Sammlung in Buchform. Wer mich zukünftig ungläubig anschaut, dem kann ich das Buch in die Hand drücken (was ich mit dem Weblog der Projektschule Goldau eben nicht kann…).

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1:1-Projekte

In der Folge des iPhone-Projekts wurde ich immer häufiger nach anderen 1:1-Projekten gefragt und auch für die eigene Arbeit habe ich mir eine Übersicht laufender und vergangener 1:1-Projekte gewünscht. Da ich im Internet nicht richtig fündig geworden bin, habe ich unter

http://www.1to1learning.ch

eine entsprechende Datenbank auf einem Wiki aufgebaut.  Dort sind derzeit etwas über 120 Projekt aufgeführt, die sich nach Schulstufen, Gerätetypen und Ländern filtern lassen. Im Unterschied zu bisherigen (meist nicht mehr aktiv bewirtschafteten) Datenbanken ist www.1to1learning.ch nicht nur von jedermann lesbar, sondern auch ergänzbar. Projektleitende anderer Projekte sowie weitere Interessiierte sind somit eingeladen, bereits aufgeführte Projekte zu ergänzen oder noch fehlende Projekte hinzuzufügen.

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Nach dem Projekt ist vor dem Projekt!

Nach Abschluss des iPhone-Projekts war es in diesem Weblog nach zwei intensiven Jahren fast ein halbes Jahr totenstill: Kein einziges Posting mehr! Erstaunlicherweise hat sich das wenig auf die monatlichen Seitenabrufe ausgewirkt:

Trotz vermeintlicher Stille im Vordergrund hat sich m Hintergrund einiges getan und so freut es mich, dass der Schulrat der Gemeindeschulen Arth-Goldau in seiner Sitzung vom 12.12.2011 unserem Projektantrag “Digitaler Alltag” zugestimmt hat:

Im Projekt “Digitaler Alltag” sollen drei Primarschulklassen mit persönlichen Kleincomputern ausgestattet werden, so dass die Kinder lernen, zukünftig jederzeit verfügbare digitale Geräte sinnvoll und überlegt innerhalb und nach einer Einführungszeit auch ausserhalb des Unterrichts einzusetzen. Das Projekt ist auf 1.5 Jahre angelegt, wird vom IMS der PHZ Schwyz wissenschaftlich begleitet und von Drittmittelgebern massgeblich unterstützt.

Erste Projektinformationen finden sich unter http://www.projektschule-goldau.ch/digitaler-alltag. Wie beim iPhone-Projekt werden auch in diesem Projekt  sowohl die Projektleitung als auch die drei beteiligten Lehrpersonen hier im Weblog über die neuesten Erfahrungen berichten.

Zahlreiche Kinder werden sich jetzt vermutlich in den kommenden Tagen darüber freuen, dass sie zwar nicht zu Weihnachten, aber hoffentlich bald darauf ein persönliches digitales Kleingerät nutzen dürfen. Doch bis es soweit ist, braucht es noch einiges an technisch-organisatorischer Vorbereitungsarbeit sowie die Einwilligung der beteiligten Eltern. Diese werden an Elternabenden im Januar 2012 detailliert über das Projekt und seine Ziele informiert.

 

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Die letzte Aktion

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Wie geht es weiter?

Während wir noch voll mit dem Abschluss des iPhone-Projekts beschäftigt sind (abschliessende Befragungen, Elternabend, etc.) lautet die derzeit meist gestellte Frage “Wie geht’s weiter?” (Die Frage “Was hat’s gebracht?” scheint offensichtlich schon zur Genüge beantwortet zu sein…).

Dass wir weitermachen wollen, haben wir schon öfters betont. Das Thema “1:1 computing in der Schule” ist auch für die Primarschulstufe relevant und hochaktuell. Ebenfalls bereits öffentlich bekannt gegeben haben wir unsere Absicht, in den Schuljahren 2011 bis 2013 mit drei Schulklassen Nachfolgeprojekte durchzuführen.

Was wir im Detail machen werden, ist jedoch noch nicht spruchreif. Wir sind noch immer in der Planungsphase und klären sowohl Finanzierung als auch Gerätewahl (siehe z.B. Mehr oder klein? und Does size really matter?) ab. Zudem müssen die Projekt noch vom Schulrat bewilligt werden. Es ist somit nicht mit einem Start von Nachfolgeprojekten vor den Herbstferien 2011 zu rechnen.

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Die iPhone-Klasse zu Gast bei Zambo

Zum Abschluss des iPhone-Projekts war die gesamte Klasse inkl. Klassenlehrer bei der Kindersendung Zambo des Schweizer Fernsehens eingeladen und wurde zu ihren Erfahrungen befragt:

Die Bilder aus dem Schulzimmer sind übrigens zwei Jahre alt und stammen aus einem  10vor10-Beitrag vom August 2009, welcher den Projektstart zeigt.

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Einblicke in den Schulalltag

In letzter Zeit haben wir verschiedene Anfragen von Lehrpersonen oder gar ganzen Schulteams erhalten, die gerne die iPhone-Klasse besuchen möchten, um einen Eindruck vom Schulalltag zu erhalten. Wir freuen uns über das Interesse am Projekt und der dahinter stehenden Absicht, den einen oder anderen Aspekt des Projekts in der eigenen Schule ebenfalls auszuprobieren.

Trotzdem haben wir alle Anfragen für Schulbesuche abgelehnt. Dies geschah aus folgenden Gründen:

  • Das Interesse am iPhone-Projekt ist derart gross, dass die Klasse und ihr Lehrer vor dem Ansturm geschützt werden müssen. Irgendwann muss die Klasse auch wieder einmal eine Woche ungestört und in Ruhe arbeiten können. Auch wenn sich der Besuch ruhig im Hintergrund hält, so ist es doch eine Störung des Klassensettings.
  • Aus Erfahrung wissen wir, dass solche Schulbesuche für die externen Besucher nicht sehr ergiebig sind, wenn der Lehrer nicht aufgrund des Besuchs seinen Unterricht umstellt und niemand als Auskunftsperson zur Verfügung steht. Das iPhone kommt durchschnittlich zu 10-15% der Unterrichtszeit zum Einsatz. Somit kann problemlos ein Vormittag praktisch ohne iPhone-Einsatz vorübergehen, eventuelle Besucher wären enttäuscht, der Lehrer stünde unter Erklärungsdruck, warum jetzt nichts zu sehen sei.
  • Das iPhone-Projekt ist vergleichsweise gut dokumentiert:
    • Im Weblog sind aktuell 150 Postings zu finden, die meisten davon zum iPhone-Projekt.
    • Praktisch alle Medienberichte sind verlinkt und im Volltext (bzw. Bild und Ton) abrufbar.
    • Die Erfahrungen aus dem Projekt werden in zahlreichen Vorträgen vorgestellt, von denen Folien oder gar Videoaufzeichnungen verfügbar sind.
    • Die Erfahrungen aus dem Projekt sind auch in verschiedenen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Publikationen dokumentiert.

Interessiert sich eine Schulleitung oder ein Schulteam für Alltagseindrücke aus dem iPhone-Projekt, so empfehle ich als Kurzversion den Beitrag von ARTE vom Februar 2011:

und als Langversion das Zwischenfazit nach 1.5 Jahren von Christian Neff an der Fachtagung 1:1 computing in der Schule: Wie viele Computer braucht ein Schulkind?

Ich bin überzeugt, dass diese beiden Videos nicht nur der Klasse, sondern auch den interessierten Lehrpersonen mehr bringen als ein Schulbesuch vor Ort.

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