FAQ: Ist das nicht zu teuer?

Im iPhone-Projekt erhalten alle Kinder ein persönliches iPhone. Damit dürfen sie während zwei Jahren kostenlos in der Schweiz telefonieren und im Internet surfen. Da stellen sich natürlich mehrere Fragen zu den Kosten:

  • Ist dieses Projekt nicht zu teuer?
    Die Geräte- und die Kommunikationskosten während zwei Jahren werden von Swisscom übernommen. Der Schule, den Eltern und den Kindern entstehen somit keine Zusatzkosten durch dieses Projekt.
  • Lassen sich solche Projekte auch ohne Sponsor finanzieren?
    Beim derzeitigen Preisniveau für Geräte und Kommunikationskosten scheint ein ähnlich gelagertes Projekt ohne Sponsor weder für die Schule noch für die Eltern finanziell tragbar zu sein.
  • Was bringen denn mögliche Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt, wenn die Projektanlage bereits aus finanziellen Gründen nicht verallgemeinerbar ist?
    Die technische Entwicklung wird auch in den kommenden Jahren weiter gehen und Smartphones werden dadurch günstiger werden. Es ist auch zu erwarten, dass die Kosten für Mobilkommunikation in den kommenden Jahren sinken werden. Somit ist denkbar, dass ähnlich gelagerte Projekte in wenigen Jahren problemlos finanziert werden können.
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Einsatzbereit …

Zum Glück habe ich als Lehrer sechs Wochen Sommerferien – sonst hätte ich ja keine Zeit, mich aufs Projekt vorzubereiten …

Momentan ist mein Wohnzimmer übersäht mit iPhones, weil ich sie heute abholen durfte. Ein Mitarbeiter der PHZ hat alle vorbereitet, die SIM reingesteckt, Programme synchronisiert, die Podcast’s rübergespielt und alle voll geladen – sie seien also einsatzbereit. Leider im Konjunktiv. Zum Testen habe ich mal das erste iPhone herausgenommen und gestartet: SIM-Karte gesperrt – bitte PIN eingeben! OK, zweites iPhone – klappt wunderbar. Beim dritten empfängt mich als Startbild ein Hintern (immerhin angezogen). Viertes iPhone: gut, Fünftes auch. Sechstes – nun, Batterie leer – siebtes auch! Das achte iPhone läuft, aber ich schaue es nochmals genauer an: Es hat 250 Fotos und einige Lieder, sowie zahlreiche Termine drauf. Dies gilt eigentlich für fast alle – müssen also irgendwelche Beispieldateien sein. Weiter habe ich nicht geschaut, sondern beim Ersten begonnen, das ganze iPhone zu löschen (es gibt unter Einstellungen eine entsprechende Funktion – dauert allerdings 1-2 Stunden).

Einsatzbereit sind sie ja eigentlich schon, abgesehen von denen mit dem leeren Akku, aber so kann ich unmöglich am 19. August die iPhones den Schülern übergeben und zuerst einmal viel Zeit verlieren. Zeit verliere ich nun halt und mache die ganze Arbeit selber nochmals und hoffe, es sei anschliessend einsatzbereit ….

Das gibt eine lange Nacht ….

iPhones zurücksetzen

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RSS-Feeds zu iPods/iPhones in education

Hier als Ergebnis meiner heutigen Recherche einige Websites bzw. deren RSS-Feeds zu iPod/iPhone-Projekten, die ich heute abonniert habe:

  • ieducation (RSS): Das bisher noch relative leere Wiki der „Birds of a Feather, Using iTouch and iPhones for Teaching and Learning, at NECC 2009“. Obwohl derzeit noch nicht viel Inahlt vorhanden ist, könnte sich das zur englischsprachigen Austauschplattform von iPod/iPhone-Projekten mausern.
  • IEducation Apps review (RSS): Eine englischsprachige Website die von mehreren TEL-Praktikern betrieben wird und die (natürlich nur englischsprachige Apps für iPhones/iPods empfiehlt (und mitunter auch zur Nichtnutzung empfiehlt!).
  • Deon Scanlon’s Blog (RSS): About a newly-built school in which ALL students have iPod Touches. At the moment the blog postings reflect similar discussions and questions as we have here….
  • Personalising Learning with the iPod Touch (RSS): Louise Duncan’s Blogabout using iPods in an Australian School.
  • iPhone and Kids (RSS): As the name says a weblog about children and (and parents and teachers) and iPhones

Scheint mir irgendwie noch überblickbar zu sein die Szene. Ausser ich habe zuwenig gut recherchiert (z.B. nur auf deutsch und englisch).

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Präsentationen zu iPods/iPhones in education

Ich habe heute eine kleine, weder repräsentative noch abschliessende Recherche bei slideshare zu iPods/iPhones in education gemacht. Hier einige Fundstücke mit Kurzzusammenfassungen. Meine Einschätzung: Die Präsentationen scheinen mir jetzt nicht umwerfend zu sein, lohnen sich also nur für Interessierte, die selbst an einem entsprechenden Projekt sind…

Cool Stuff you can do with your iPod

Eine Präsentation aus dem Jahr 2007, die vor allem technische Aspekte zeigt, wie man Multimedia (Video, Audio, Podcast) auf iPods bringt.

iPod iLearn

iPod iLearn

View more documents from jjash.

Präsentation von Jenny Ashby vom Mai 2009 über ein Projekt mit 8 iPods in einer australischen Primarschule (das genaue Alter der Kinder habe ich noch nicht herausgefunden).

iPhone iTouch Birds of a Feather

2 Wochen alte Präsentation (Juli 2009) aus der NECC 2009 Konferenz von Vicki Davis (Cool Cat Teacher Blog), vor allem über organisatorische, juristische und finanzielle Aspekte. Im zweiten Teil der Präsentation sind nur noch Titelfolien zu finden, die anderen Präsentierenden scheinen eigene Foliensätze verwendet zu haben. Zwar ist auch eine Videoaufzeichnung der Session online, aber dort ist dann der Ton so leise, dass man praktisch kein Wort versteht, bzw. rasch ermüdet.

Cell Phones in Education

6 Monate alte Präsentation (Januar 2009) von Jimbo Lamb (Views From the Lamb’s Herd Blog) über Mobiltelefone in der Schule. Fazit: Verbieten ist der falsche Weg.

ipod touch for mobile learning

Die Präsentation, die mich ursprünglich zur Recherche animiert hat, Hinweis von Michele Notari.

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Ausschreibung für Seminar- / Bachelorarbeit: Mobile digitale Lernkarteien

mobile-digitale-lernkarteien
Worum geht es?
Die Verbreitung von kleinen Taschencomputern in Form von Handhelds und Smartphones nimmt derzeit unter Kindern und Jugendlichen massiv zu. Es wird deshalb interessant, die Lernpotenziale solcher Geräte zu erproben: Lassen sich solche Geräte zum (ausserschulischen) Lernen nutzen?
Eine mögliche Anwendung sind Lernkarteien. Traditionell werden solche Lernkarteien auf Papier erstellt. Kleine Taschencomputer ermöglichen es nun, solche Lernkarteien elektronisch zu führen. Dies bietet mehrere Vorteile:

  • Die Lernkartei ist immer dabei: Egal ob im Bus, Zug oder sonst unterwegs: Es besteht mindestens die Möglichkeit, sie zu nutzen.
  • Das Handling der Lernkarten wird automatisiert: Lernende können sich auf den Inhalt konzentrieren und müssen nicht überlegen, wohin eine Karte nach der Bearbeitung gesteckt werden muss. Es sind auch detaillierte Statistiken des Lernfortschritts möglich.
  • Lernkarteien können multimedial sein: Im Gegensatz zu Lernkarteien auf Papier können elektronische Lernkarteien auch Audio- und Video enthalten. Bilder sind einfacher zu nutzen als bei Papierkarten.
  • Lernkarteien können einfach verteilt und getauscht werden: Lehrpersonen können auf einfache Art und Weise Lernkarteien erstellen und ihren Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen. Aber auch Schülerinnen und Schüler können ohne Zusatzaufwand ihre selbst erstellten Lernkarteien untereinander austauschen.

Was ist zu tun?
Im Rahmen einer studentischen Arbeit (Seminar- oder Bachelorarbeit) soll das Thema mobile digitale Lernkarteien auf Smartphones theoretisch und praktisch aufgearbeitet werden: Was sagen bestehende Untersuchungen zur Lernwirksamkeit von Lernkarteien? Sind Lernkarteien heute noch zeitgemäss? Welche Systeme lassen sich unterscheiden? Im praktischen Teil sollen verfügbare Lernkarteiprogramme für Apple iPod Touch / iPhones getestet und verglichen werden. Produkt der Arbeit ist eine verständlich geschriebene Informationsbroschüre für Lehrende und Lernende.

Was bieten wir?
Das Institut für Medien und Schule der PHZ Schwyz übernimmt die fachliche Betreuung der Arbeit. Da wir ein Interesse an den Ergebnissen der Arbeit haben, ist eine enge Zusammenarbeit wünschenswert. Für die Dauer der Arbeit kann ein iPod Touch zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist das weitere Vorgehen?
Falls Sie an diesem Thema interessiert sind, so prüfen Sie unter http://www.projektschule-goldau.ch/permalink/273, ob die Arbeit noch zu vergeben ist. Kontaktieren Sie danach an Ihrer Hochschule mögliche Dozierende, welche eine solche Arbeit formell betreuen können. Klären Sie deren Bereitschaft sowie die formalen Vorgaben. Falls eine solche Arbeit von Ihrer Hochschule akzeptiert würde, melden Sie sich bei uns.

Status: Die Arbeit ist vergeben.

PDF-Version: Ausschreibung: Mobile digitale Lernkarteien

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FAQ: Sind die Kinder nicht zu jung?

Wir werden oft gefragt, ob Kinder einer 5. Primarschulklasse nicht zu jung seien für ein solches Projekt. Die einen bezweifeln, dass Zehnjährige bereits das volle Potenzial dieser Geräte ausschöpfen können, während die anderen befürchten, dass man diese Kinder zu früh mit zu viel Technologie konfrontiere.

Wir sind jedoch aus verschiedenen Gründen überzeugt, dass das Projekt auf dieser Schul- und Altersstufe richtig platziert ist:

  • Mitprägen des Bildes von Mobiltelefonen bei Kindern und Jugendlichen: Derzeit erhalten die meisten Kinder ihr erstes Mobiltelefon im Alter von 10-12 Jahren. Will man die Nutzungsgewohnheiten und das Image von Mobiltelefonen bei Kindern mitprägen, so muss unserer Meinung nach ein solches Projekt auf dieser Alterstufe einsetzen.
  • 80% der Kinder besitzen mit 12 Jahren ein eigenes Mobiltelefon: Schaut man sich die aktuellen Erhebungen bezüglich Mobiltelefonbesitz von Kindern und Jugendlichen an, so besitzen gegen 80% der Zwölfjährigen ein eigenes Mobiltelefon. Das iPhone-Projekt führt somit nicht zu einer übermässigen Erhöhung der Mobiltelefonverbreitung unter den Kindern, sondern ermöglicht nur durch Sicherstellung einer 100%-Verbreitung die schulische Nutzung unter Wahrung der Chancengerechtigkeit.
  • Mögliche unerwünschte Nutzung der Mobiltelefone ist auf dieser Alterstufe besser zu handhaben: Auch bezüglich unerwünschter Nutzung der Geräte scheint uns diese Alterstufe ideal zu sein: Die Pubertät steht meist noch bevor, Lehrpersonen gelten noch als Autorität, gegen die man sich nicht auflehnen will und denen man auch Geheimnisse anvertraut. Zudem erleichtert das KlassenlehrerInnen-System der Primarschule im Gegensatz zum Fachlehrer-System auf der Sekundarstufe I die gesamtheitliche Einschätzung der Kinder. Problematisches Nutzungsverhalten sollte somit rascher erkannt werden können.
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Weiterbildungen zum Thema Handy und Schule

„Sind Mobiltelefone eigentlich bereits ein Thema für die Lehrerinnen- und Lehrerweiterbildung?“ habe ich mich gefragt, und das Kursprogramm der PHZ nach entsprechenden Angeboten durchforstet. In folgenden zwei Kursen spielt das Handy eine wichtige Rolle:

Bisher können beide Kurse wegen zu wenig Anmeldungen nicht durchgeführt werden. Ob sich das im Laufe des Herbstes noch ändert, oder ob Handys noch kein Thema für Lehrpersonen ist, das man in einer Weiterbildung vertiefen will?

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iLearn Magazine

Beim Surfen Recherchieren bin ich über folgendes gestolpert:

Kelly Tenkely ist ICT-Spezialistin für Kindergarten und Primarschule (K-5) in den USA. Sie betreibt den Weblog iLearn TechnologyAn edublog about integrating technology into the classroom. Unter anderem gibt sie auch die elektronische Zeitschrift iLearn heraus, die sich in einer Ausgabe mit dem Potenzial von iPods für die Schule beschäftigt:

Es werden einerseits prinzipielle Anwendungsmöglichkeiten von iPods in der Schule erklärt (Podcasts, Video, etc.), andererseits enthält die Zeitschrift Hinweise auf 100 kostenlose Lernprogramme für die Primarschule. Auch wenn die meisten Programme auf englisch sind und man die üblichen Verdächtigen darunter findet, gibt es vielleicht doch die eine oder andere Perle (Hallo Projektschule: Wer hat Zeit zum Testen?).

Bemerkenswert finde ich, dass Kelly Tenely eine elektronische Zeitschrift herausgibt. Einerseits sieht man daran, wie einfach es (zumindest technisch) auch für Laien geworden ist, eine Zeitschrift herauszugeben. Das könnten auch PrimarschülerInnen…

Andererseits ist es erstaunlich, dass jemand mit einem Weblog noch eine elektronische Zeitschrift herausgibt, welche die traditionelle, für Bildschirme nicht sehr geeignete Aufteilung in Seiten aufweist. Warum macht man das? Ob das Zielpublikum für eine – wenn auch elektronisch – Zeitschrift empfänglicher ist als für einen Weblog? Ich muss zugeben: Auch ich ertappte mich beim wohltuenden Gefühl während des Durchblätterns zu wissen, wann die Zeitschrift zu Ende ist. Ein Weblog scheint kein Ende zu haben; das Internet erst recht nicht. Eine Zeitschrift gibt mir die Illusion, zu einem Ende kommen zu können. Wie wohltuend.

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FAQ: Warum iPhones?

Insbesondere technisch Interessierte Fragen mich oft, warum wir uns für iPhones als Plattform entschieden haben und nicht für ein anderes Smartphone. Hier die Überlegungen:

Mittel- bis langfristig ist diese Frage nicht relevant, da sich die Gerätemodelle und Technologien weiter entwickeln werden. In dieser Hinsicht ist relevant, dass die Kinder persönliche, mobile Geräte erhalten, mit denen sie jederzeit und überall auf das Internet zugreifen können.

Kurzfristig ist jedoch die Wahl des Gerätemodells trotzdem relevant. Folgende Aspekte haben kurzfristig eine Rolle gespielt:

  • Usability: Die Smartphones sollen einfach zu nutzen sein. Mir ist schon klar, dass 5. KlässlerInnen mit jedem Smartphone klarkommen. Die Geräte sollen aber nicht nur für Schülerinnen und Schülern einfach zu bedienen sein, sondern für alle Beteiligten, d.h. auch für die Lehrpersonen und weitere ins Projekt Involvierte (Studierende etc.).
    Apple hat sich bisher durch eine hohe Usability ausgezeichnet und oft elegante, einfach zu nutzende Produkte angeboten. Allgemein wird attestiert, dass erst mit dem iPhone das Surfen im Internet mit Smartphones brauchbar geworden ist.
  • Verbreitung: In der Schweiz sind ein Jahr nach Markteinführung zwischen 250’000 und 300’000 iPhones im Einsatz (ähnlich viele wie in Deutschland!). Dies erhöht die Zukunftssicherheit der Plattform (siehe nächsten Punkt).
  • Zukunftssicherheit: Obwohl ich mir bewusst bin, dass Smartphones in fünf Jahren anders aussehen werden als heute, sollte die gewählte Geräte- und Softwareplattform mindestens während der Projektlaufzeit von zwei Jahren verfügbar sein. Wüssten die beteiligten Lehrpersonen, dass die verwendete Technologie keine Zukunft hat, so wäre ihre Motivation, Energie in die Einarbeitung und Vorbereitung zu investieren, massiv geringer.
    Bei neuen Produkten hat Apple bisher auf Abwärtskompatibilität geachtet, es ist also nicht zu erwarten, dass alte iPhone beim Erscheinen neuer Modelle komplett unbrauchbar oder inkompatibel werden.
  • Software-Angebot: Mit dem App-Store bietet Apple einen attraktiven und einheitlich zu nutzenden Vertriebskanal für Zusatzprogramme. Dies animiert Programmierer, Software für das iPhone zu entwickeln. Die rigide Kontrolle der Programme kann zwar allgemein betrachtet ein Problem sein, für das Schulumfeld kann dies aber Vorteile haben: Programme zweifelhafter inhaltlicher und technischer Qualität gelangen gar nicht auf das Gerät. Damit steigt (hoffentlich) die Systemstabilität und um gewisse inhaltliche Diskussionen (z.B. Gewaltspiele) muss man sich wenig(er) Gedanken machen.
  • Entwicklungsmöglichkeiten: Auch wenn nicht geplant ist, im Rahmen des iPhone-Projekts an der Projektschule Goldau selbst Programme für das iPhone zu entwickeln, ist die Möglichkeit dazu ein Vorteil. Natürlich lassen sich für alle anderen Smartphones auch Programme entwickeln, doch zum Zeitpunkt des Plattformenentscheid schien das nirgends so einfach und durch den Hersteller unterstützt zu sein wie beim iPhone.

Beim Plattformenentscheid haben Hersteller und Sponsor definitiv keine Rolle gespielt: Der Plattformenentscheid wurde von der PHZ Schwyz alleine gefällt, die Firma Apple unterstützt das Projekt weder materiell noch ideell.

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FAQ: Warum braucht es ein iPhone-Projekt?

Die technische Entwicklung hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass ICT allgegenwärtig geworden ist. Dies äussert sich unter anderem darin, dass im Jahr 2008 in Deutschland 66% der 10-11-Jährigen ein eigenes Mobiltelefon besitzen. Bei 12-13-Jährigen beträgt der Anteil bereits 86%. Persönliche ICT ist also bereits heute unter Kindern verbreitet und wird weiter zunehmen.

Bisher wird diese Entwicklung von der Schule kaum genutzt und nur selten medienpädagogisch begleitet. Oft werden die Geräte in der Schule einfach verboten. Damit ignoriert die Schule einerseits die didaktischen Potenziale, die sich ergeben, wenn alle Kinder täglich einen Fotoapparat, ein Sprachlabor, ein mehrbändiges Lexikon, eine Weltkarte, ein Diktiergerät und vieles mehr in der Hosentasche haben. Andererseits verpasst die Schule aber auch die Möglichkeit, Fragen von Sucht und Missbrauch zu thematisieren und eine sinnvolle, kritisch emanzipierte Nutzung aufzuzeigen und einzuüben.

Das iPhone-Projekt an der Projektschule Goldau will hier ein Gegengewicht setzen und begleitet von der PHZ Schwyz Erfahrungen zum Einsatz von persönlichen Smartphones in der Primarschule sammeln. Die Erkenntnisse aus diesem im deutschsprachigen Raum bisher einmaligen Pilotprojekt sollen veröffentlicht werden und so die Diskussion zum sinnvollen und verantwortungsvollen Einsatz von ICT in der Schule weiter tragen.

Wir haben noch 5 bis 10 Jahre Zeit, um in Pilotprojekten Erfahrungen sammeln zu können. Danach wird One-One-Computing in der Schule Alltag sein.

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