FAQ: Was macht ihr eigentlich mit dem iPhone?

Diese Frage höre ich oft von Leuten, welche mich auf das iPhone-Projekt ansprechen und einfach gesagt gäbe es eine kurze Antwort: wir brauchen es! Es tönt banal, ist aber so auf den Punkt gebracht. Das iPhone wird in den nächsten zwei Jahren ein „Lern-„begleiter meiner Schülerinnen und Schüler wie der Stift, das Mathebuch, die Malschürze etc.

Während den Vorbereitungen auf nächstes Schuljahr achte ich mich natürlich besonders darauf, was mit dem iPhone (wahrscheinlich einfacher/besser/effizienter) erledigt werden könnte. Ich ertappe mich dann immer wieder beim Gedanken: Oh je, was mach ich denn nach diesen zwei Jahren mit der nächsten Klasse ohne iPhone?

Nun zur Ausgangsfrage zurück: Natürlich reicht dem Fragenden meine kurze Antwort kaum und dann beziehe ich mich jeweils auf ein interessantes Plakat von Beat Döbeli „Bildung braucht ICT„.

ict-kompass-klein

Darin wird in vier Bereichen aufgezeigt, wo ICT in der Schule etwas bringen kann:

Lernen | Effizienz | Leben | Zukunft

Die Bereiche Lernen und Effizienz greifen oft etwas ineinander – Beispiel: Das Üben vom 1×1 kann dank dem iPhone auch effizienter gestaltet werden. Die Bereiche Leben und Zukunft ergeben sich durch den Gebrauch des Gerätes und deren Funktionen. Ich werde in diesem Blog sicher öfter über das berichten, was wir wirklich machen, bevor ich in die Ferien gehe hier nur ein paar kurze Ideen zu obigen Kategerien:

Lernen: Lernkartei in den Fremdsprachen, Podcasts zum Sprachenlernen, Podcasts fürs Diktat, Hörverständnis, Lerntagebuch führen, Einsatz von QR-Tags, GPS-OL, Präsentieren, Recherchieren, Töne und Begleitung in der Musik, Fotografieren und abzeichnen

Effizienz: abonnierter und eigener Terminkalender, Elternkontakte via Telefon des Kindes, ausserschulisches Lernen, Telefonieren untereinander zur Klärung von Fragen, Vorleseübung via Sprachrecorder, Übersetzen auf dem iPhone, „Google im Hosensack“, To-Do-Listen statt Hausaufgabenbüchlein

Leben: Phoneiquette,  Umgang mit anstössigen Inhalten, wie nutze ich ein persönliches Lerngerät, persönliches Handy-Verhalten und Suchtgefahren reflektieren

Zukunft: Die Schülerinnen und Schüler lernen automatisch durch den Gebrauch des iPhones, wie man auch in Zukunft mit so einem Gerät umgehen kann.

Nicht alles, was wir vorhaben, lässt sich eindeutig einer Kategorie zuordnen. Dass die Kinder beispielsweise immer das Internet „zur Hand“ haben, passt wohl in alle Kategorien. Schwierig wird die Zuordnung auch bei Anwendungen wie  ‚Daily Mugshot‘ (damit können die Kinder täglich ein Foto von sich machen und haben nach zwei Jahren einen interessanten Film, den wir sicher im Rahmen des M&U-Themas „Pubertät und Aufklärung“ brauchen werden).

Zuletzt glaube ich, dass unsere Liste mit Ideen, welche schon recht lang ist, von den Schülerinnen und Schülern durch ihre eigenen Ideen noch deutlich verlängert wird. Ideen werden wir sicher nie zu wenig haben, eher zu wenig Zeit, um alles zu machen.

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Das Leben ohne Undo-Funktion

Christian Neff hat sich letztes Jahr darüber geärgert, dass die Mehrheit seiner Klasse nicht mal mehr ein Ordner-Inhaltsverzeichnis sauber und fehlerfrei von Hand erstellen kann:

Wahrscheinlich wäre es für mich einfacher gewesen, ich hätte meine Schüler die Sache im Word erledigen lassen oder hätte die Datei gleich gegeben und nur noch die Schriften gestalten lassen – hätte mich weniger Nerven und die Schüler weniger Zeit gekostet – und das Resultat wäre vieeeeeel schöner gewesen.

Ich stelle vermehrt fest, dass die Schüler nicht mehr in der Lage sind, mit Blei- oder Farbstift oder mit dem Fülli umzugehen und etwas anständig zu gestalten. Ein Blatt fehlerfrei abschreiben zu lassen wird für mich und für die Kinder zur Tortur und für den Materialverwalter zum Ärgernis, weil ich so viele Blätter verschwende.

Ich glaube, dies hat mit ICT zu tun und dagegen kann etwas unternommen werden. Wir müssen die Kinder wieder vermehrt gestalten lassen, schreiben lassen, radieren lassen, zeichnen lassen und zwar nicht am PC – sondern auf einem altehrwürdigen Stück Papier. Skifahren lernt man ja auch nicht mit der Ski-Challenge, Autofahren nicht mit einem Formel-1-Game und Fussballspielen nicht mit FIFA’08 – oder?

Schwimmen lernt man nicht im Trockenen, Skifahren nicht am PC, aber bereits beim Autofahren bin ich mir nicht mehr so sicher. Zumindest fliegen lernt man ja heute zu Beginn im Flugsimulator. Simulation ist ein wichtige Funktion des Computers, die viele Lerngelegenheiten bietet.

Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Die computervergewöhnten Kinder von heute wachsen mit der Idee einer allgegenwärtigen Undo-Funktion auf. Alles ist rückgängig machbar und reversibel, nichts scheint endgültig, alles nur simuliert, emuliert, virtualisiert. Wozu sich konzentrieren, wenn sich Fehler leicht wieder ausmerzen lassen? In diesem Sinn ist Papier und Kugelschreiber eine ungewohnte Ausnahme: Ein Fehler bleibt trotz Tipp-Ex sichtbar.

Nun, ist es denn schlimm, wenn ein neues Werkzeug dazu führt, dass alte Fertigkeiten verloren gehen? Zumindest ist es kein neues Phänomen: Bereits Platon hat sich vor über zweitausend Jahren darüber beklagt, dass die Schrift das Gedächtnis verkümmern liesse.

Trotz neuen Medien, Informationsgesellschaft und Co. wird es aber im Leben weiterhin Bereiche geben, die keine Undo-Funktion besitzen. Kinder und Jugendliche müssen dies lernen und selbst erfahren, wenn möglich aber nicht in Bereichen, wo die Schäden irreversibel und gross sind.

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Kritische Handygeneration

Nicht nur in der Projektschule Goldau ist der Umgang mit dem Handy ein Thema. Das Migrosmagazin widmet sich in der Ausgabe 29 vom 13. Juli 2009 auf vier Seiten dem Thema (siehe hier).
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Die Autorin schreibt: „Starke Daumen, kreative Sprache: Das kommt dabei heraus, wenn Jugendliche das Handy oft benützen. Informiert man sie rechtzeitig über die Gefahren und lehrt sie klare Regeln, kann man ihnen ruhig eines der begehrten Geräte anvertrauen. Sie habens im Griff.“

Etwas weiter unten im Text geht es um zweifelhafte Inhalte:

Gewalt und Porno finden die Viertklässler daneben

In den Gruppenarbeiten wird schnell klar: Kinder sind rigoros im Strafen verteilen. Im Rollenspiel zeigen sie, wie sie als Eltern oder Lehrer handeln würden, wenn sie ein Kind mit Gewalt- oder Pornobildern erwischen würden: Zimmerarrest, Fernsehverbot, kein Ausgang mehr mit Freunden.
Die Viertklässler lehnen Gewalt oder Pornografiedarstellungen auf Handys einstimmig ab. Am Ende des Workshops erklären sie resolut: «Das ist grässlich und illegal, wir wollen damit nichts zu tun haben.» Die Zehnjährigen wissen nun auch, was verboten ist. In ihrem Alter sind sie nämlich bereits strafmündig. Auf grossen Papierbogen haben die Kinder das Wichtigste zusammengetragen: Fotos und Filme mit dubiosem Inhalt soll man löschen und niemandem weiterschicken. Und gut ist, mit Freunden, Lehrpersonen oder den Eltern darüber zu reden.

Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg. Ich werde mal bei der Pro Juventute nachfragen, ob der Workshop auch für die iPhone-Klasse möglich sein wird.
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Mobicip – Safe Browser

In einem Blogeintrag habe ich über den möglichen Missbrauch des iPhones geschrieben. Ich habe in der Zeit intensiv eine Möglichkeit gesucht, das Surfen auf dem iPhone sicher zu machen. Im App-Store habe ich nach allen möglichen Browsern gesucht und wurde auch fündig. Es gibt ein Handvoll Browser, welche sich der „Parental control“ verschrieben haben. Interessanterweise stammen sie alle von amerikanischen Softwareschmieden, was man bei den eingesetzten Filtern auch merkt. Die Apps kann man in zwei Kategorien teilen:

1. Browser, welche nur Withelists haben.

2. Browser, welche Black- & Withelists haben und das Browsen auch dokumentieren.

Kategorie 1 kam nicht in Frage, denn ich kann doch nicht bei 20 iPhones einzeln eine Liste der von mir gestatteten Seiten eintragen. Ausserdem widerspricht es natürlich auch dem Gebrauch des Internets, wenn ich nur auf eine begrenzte Anzahl Seiten zugreifen kann.

Bei den aufwändigeren Apps gibt es hohe Preisunterschiede (von 5.50 bis 22 Fr.). Nachdem ich die Funktionen studiert hatte, entschied ich mich für Mobicip, weil er gleich viel bot und am günstigsten war.

mobicip

Das App kostet 5.50 Fr., aber die Überraschung kam beim Anmelden auf mobicip.com – es werden nochmals 9.99 $ für das Aufzeichnen und Editieren fällig! Auf der Webseite kann ich dann Personen erfassen und einem iPhone zuweisen – das ist relativ einfach und gut umgesetzt (mir fehlt einfach eine Übersicht über alle meine Kinder – aber der Safe Browser ist für Eltern gemacht und die haben ja nicht 20 Kinder wie ich ;-)).

Nach dem Einrichten war noch nötig, dass ich den Safari auf dem iPhone via ParentalControl sperrte, anschliessend gings los. Ich habe fünf Tage ausschliesslich auf Mobicip gesurft (besser ge-litten). Das Resultat war ernüchternd. Er sperrte zwar die einschlägigen Seiten erfolgreich, aber auch die meisten anderen … Ausserdem war es kein Surferlebnis mehr, sondern eine quälende Warterei. Seiten mit Pop-Ups waren besonders langsam und wurden auf meinem „Eltern“-Account minutiös mitprotokolliert. Definitiv unbrauchbar wurde Mobicip, als ich mit BeeTag (dazu später mehr) Codes von Webseiten entschlüsseln wollte – es ging nicht, weil er sie auf Safari öffnen wollte. Das gleiche passierte auch mit Links aus dem E-mail heraus.

Ich werde  nun, bevor die Schülerinnen und Schüler das iPhone nach Hause nehmen dürfen, mit ihnen über den Missbrauch sprechen, mit ihnen Regeln aufstellen und mit ihnen Massnahmen abmachen. In diesen Prozess werden die Eltern auch miteinbezogen. Somit beschreite ich den Weg, welcher medienpädagogisch richtig ist, aber viel mehr von mir und den Beteiligen abverlangt. Ich bin aber sicher, dass der Prozess und das Resultat dieser Arbeit um einiges wertvoller sein wird, als den Kindern präventiv einfach mal alles zu verbieten. Den Kontakt mit anstössigem Material, das zeigt die Erfahrung mit meiner momentanen 6. Klasse, wird sowieso stattfinden – bei uns wird er thematisiert – das ist wertvoll!

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Ein iPhone pro Lehrperson

Vor vielen Jahren (acht, um genau zu sein), habe ich an der ETH eine Empfehlungsbroschüre für One-to-One-Notebookprojekte publiziert :

Beat Döbeli Honegger, Rolf Stähli (2001):
Empfehlungen zur Planung und Umsetzung eines Ein-Notebook-pro-StudentIn-Programms
(mehr…)

Viele Empfehlungen gelten auch für das kommende iPhone-Projekt an der Projektschule Goldau. So müssen wir nicht überall das Rad neu erfinden und ich kann prüfen, welche der Empfehlungen die acht Jahre einigermassen unbeschadet überstanden hat und nun auch für iPhones gilt.

Aktuell haben wir folgende Empfehlungen befolgt:

und alle beteiligten Lehrpersonen mit einem iPhone ausgestattet. Nun sind ja bald Ferien unterrichtsfreie Zeit

Zusatz: so sehen die Glücklichen aus:

Padi und Corinne mit iPhone

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Parental Controls – oder Theorie vs. Praxis

Vor der Veröffentlichung von OS 3.0 wurden die neuen „Parental Controls“ angekündigt. Ich habe sehr darauf gehofft, dass ich meinen Schülerinnen und Schülern den Zugriff auf anstössige Websites damit verunmöglichen oder zumindest erschweren könnte. Leider ist das weiterhin nicht möglich, ohne Zusatzprogramme zu installieren.

Die Projektschule Goldau hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass sich in dieser Umgebung Theorie und Praxis trifft. Ich glaube, dass sie sich in diesem Thema nicht treffen, sondern eher aufeinanderprallen:

Theorie: Beat Döbeli Honegger vom IMS vertritt die Meinung, dass Einschränkungen nicht sinnvoll sind, weil sie einerseits zu viele Seiten sperren und damit die Nutzung des Internets zu fest unterbinden und andererseits nicht alle anstössigen Sites ausschliessen können (siehe www.ethik.educaguides.ch). Ausserdem durchschauen unsere Kids solche Filter und können sie vielleicht auch ohne Wissen der Eltern umgehen (16 jähriger knackt 51 Millionen teuren Porno-Filter).

Theoretisch geht man davon aus, dass darüber zu sprechen sinnvoller ist, als alles einzuschränken.

Ich verstehe diese Theorie, stehe dahinter und vertrete sie auch oft.

Leider sieht es in der Praxis anders aus und da möchte ich unterscheiden zwischen der Schule und dem Elternhaus:

Schule: Unsere Schule gehört zu „Schule ans Netz“ von der Swisscom und diese filtert den Verkehr, ausserdem haben wir noch Mimesweeper installiert mit einer eigenen Withe-/Blacklist. Für mich als Lehrperson ist das recht beruhigend.

Elternhaus: Der grössere Teil der Eltern lässt ihre Kinder surfen, wie sie wollen. Sie schauen ab und zu vorbei und einige sehen sich den Verlauf an. Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass Teenager z.B. die Tastenkombination ALT + Tab (schnelles Umschalten zwischen Programmen) und das „Private Surfen“ im Firefox im Gegensatz zu den meisten Eltern kennen. In meiner aktuellen 6. Klasse haben gemäss eigenen Angaben die meisten schon Pornografie gesucht, gefunden und gesehen. Ein kleinerer Teil konsumiert regelmässig (zu Hause oder bei Freunden) pornografische Inhalte.

Mit dem iPhone-Projekt kommt nun ein weiterer Bereich hinzu: Schulweg, bzw. Freizeit. Jederzeit haben die Kids ein Gerät in der Hand, welches anstössige Inhalte ohne Probleme anbietet – ein Selbstversuch trieb mir in kürzester Zeit die Schamröte ins Gesicht! Dieses Gerät wird von der Schule zur Verfügung gestellt und deshalb sind wir verantwortlich dafür. Diese Verantwortung können wir nicht auf die Eltern abschieben. Ohne spitzfindig zu sein, machen wir uns vielleicht sogar strafbar nach Artikel 197:


Art. 197

4. Pornografie

1.  Wer pornografische Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen, andere Gegenstände solcher Art oder pornografische Vorführungen einer Person unter 16 Jahren anbietet, zeigt, überlässt, zugänglich macht oder durch Radio oder Fernsehen verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.


Ich bin sicher, dass die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Klasse die Suche nach Pornografie ausprobieren werden. Ich bin auch sicher, dass es Eltern geben wird, welche mir die Schuld zuschieben werden, wenn ihr Kind solche Inhalte konsumiert (obwohl die Erfahrung mit der jetzigen Klasse zeigt, dass das Problem im Elternhaus wahrscheinlich sowieso kommen wird). Wenn das passiert, ist das iPhone-Projekt ernsthaft gefährdet und das will ich verhindern.

Auf der Suche nach möglichen Lösungen stiess ich auf verschiedene Programme, welche Einschränkungen anbieten. Am besten hat mir Mobicip.com gefallen und habe es gekauft und installiert. Einen Testbericht werde ich hier im Blog später veröffentlichen. Inzwischen wäre ich dankbar um weitere Möglichkeiten via Kommentarfunktion.

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OS 3.0: was ist für uns dabei?

Seit einigen Tagen habe ich auf dem iPhone OS 3.0 installiert, welches schon in der x.0-Version flüssig läuft. Ich habe mich sehr auf dieses erweiterte Betriebssystem gefreut und dachte, dass es einiges behinalten wird, was für unser Projekt sinnvoll sein könnte. Untenstehend eine Liste der Features, welche im Projekt etwas bringen können:

  1. iPod: Bisher war es sehr mühsam in einem Musikstück oder in einem Podcast genau zurück-/ bzw. vorzuspulen. Nun kann man den Abspielknopf berühren und gedrückt auf dem Bildschirm abwärtsfahren, wobei die Einstellgenauigkeit immer feiner wird. Da die Kinder wahrscheinlich oft Podcasts hören müssen (z.B. Fremdsprachen), bin ich sehr froh um diese Funktion.
  2. Sprachmemos: Dieses Programm ist ganz neu hinzugekommen und bringt ein Aufnahmegerät mit erstaunlicher Qualität auf das iPhone. Es bringt mir etwas, weil ich damit nicht auf das App „iTalk“ angewiesen bin. Gegenüber iTalk bietet es die Möglichkeit, Aufgenommenes per E-Mail zu versenden und bei einer Synchronisation kommt es in die iTunes-Mediathek.
  3. Kamera: Die soll besser sein (ist aber immer noch grottenschlecht und damit der Schwachpunkt des iPhones). Schade, dass es nicht gelungen ist, die Videofunktion vom iPhone 3Gs auch auf das klassische iPhone 3G zu bringen.
  4. Copy/Paste: So lange habe ich das hergewünscht und jetzt ist es da … aber ich brauchs gewohnheitshalber kaum! Ich bin aber sicher, dass dies für die Schüler wichtig sein wird. Da das SMS kein „Weiterleiten“ kennt, bietet Copy/Paste via Umweg z.B. diese Möglichkeit.
  5. Landscape: Alle Apple-Programme lassen sich nun auch im Querformat nutzen – vor allem beim Mailen ein grosser Vorteil.
  6. Optimierte Kalender: Neu kann man vom iPhone aus einen Kalender abonnieren. Dies ist für uns vor allem in der Startphase wichtig, weil die iPhones noch nicht mit einem PC/MAC synchronisiert werden.
  7. Spotlight: Die Suche über das ganze System hinweg wird einigen (unordentlichen) Schülern helfen.
  8. Notizen werden synchronisiert: Bisher waren die Notizen unbrauchbar, weil sie bei einem Zurücksetzen gelöscht wurden. Wer schon einmal einen längeren Text auf dem iPhone geschrieben hat, weiss wovon ich spreche. Neu werden die Notizen mit dem PC/MAC gesynct.
  9. Mein iPhone suchen: Das es geplant ist, allen Schülern einen MobileMe-Account zu kaufen (Apple sponsert nichts!), wird die Funktion vielleicht mal helfen. Man kann via Webseite sein eigenes, angemeldetes iPhone auf einer Karte lokalisieren (falls es sich nicht gerade in einem Metallschrank befindet) oder auch eine Nachricht, bzw. einen Ton an selbiges senden (auch wenn es auf lautlos gestellt ist.).
  10. APP’s: Bisher wurde ein ausgewähltes App gestartet und man konnte es erst verlassen, wenn es fertig gestartet war. Neu wird sofort abgebrochen, wenn man auf den Home-Button klickt.
  11. Akku: anscheinend soll der Akku länger halten … bin mal gespannt. Vielleicht muss ich in einem Jahr im Werken sowieso einen Batteriewechsel-Morgen machen, weil mein persönliches iPhone lässt nach einem Jahr intensiver Nutzung deutlich nach. Mein Akku wird wohl die möglichen Ladezyklen bald aufgebraucht haben.
  12. Einschränkungen: Hier habe ich mehr erhofft, trotzdem bringt es für die iPhone-Klasse etwas. Positiv: ich kann App/Musik/Video-Käufe mit Altesbeschränkung freigeben. Negativ: die Kontrolle vom Browser „Safari“ beschränkt sich auf dessen Abschalten. In einem späteren Blogeintrag werde ich noch darauf eingehen.

Ich bin von den Neuerungen nicht überschwänglich begeistert, aber es bringt doch einiges für uns. Das Schönste: Nach dem Update ist vor dem Update!

Vielleicht kommen via Kommentare noch weitere Features dazu, welche von den Lesern aus gesehen für uns sinnvoll sind – Danke.

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Mit dem iPhone zum Sieg

Am 10. Juni hatte die Gemeindeschule Arth-Goldau einen internen Projekttag. Nachdem wir am Morgen in verschiedenen Gruppen unsere internen Ressourcen nutzten, waren alle Lehrpersonen am Nachmittag (wiederum in Gruppen) auf einem Postenlauf rund um Arth unterwegs. Wir mussten insgesamt 10 Posten finden und lösen.

In meiner Gruppe war neben Beni Stutz und Theo Zurfluh auch Christian Neff mit seinem i-phone, der uns souverän alles googelte, was wir nicht selber wussten! So konnten wir einige Posten via i-phone lösen oder uns via i-phone absichern, wenn es z.B. darum ging, herauszufinden, wer welches Ressort im Schulrat inne hat oder welcher Schweizer Fussballspieler gerade in welchem europäischen Verein spielt. Natürlich konnten wir das i-phone nicht bei allen Posten einsetzen, denn es gab auch einen „Riech-Posten“, bei dem man rausfinden musste, welche Gewürze sich in den 5 Säckchen befanden. Das war sehr schwer und kam schon fast einer „Schätzfrage“ nahe.

Bei dem genialen (mobilen) technischen Vorzug, den unsere Gruppe besass, war auch das „natürliche“ Wissen der Gruppenmitglieder von entscheidender Bedeutung, da man ja – wie gesagt – nicht alles googlen konnte. Etwas Restwissen benötigte unsere Gruppe deshalb schon auch noch. Und natürlich darf man nicht vergessen, dass trotz aller technischer Fortschritte der Mensch als Fehlerquelle immer noch genauso vorhanden ist, wenn es z. B. darum ging, das richtige in das vorgegebene Feld zu schreiben! Denn bekanntlich kommt beim Posten „Spezialitäten“ der Ziger nicht aus dem Kanton „Ziger“, sondern aus dem Kt. Glarus.

Nach 2 Stunden kamen wir im Ziel an und hatten tolle 47 von 50 Punkten erkämpft. Wir waren punktgleich mit einer anderen Gruppen, die aus ca. 7 Lehrerinnen bestand. Natürlich beklagten sich alle restlichen Gruppen lauthals darüber, dass es unfair sei, diese Posten mit dem i-phone als Hilfsmittel zu lösen. Doch Christian sagte dazu immer nur: „Was fragt man jemanden, der „Google“ im Hosensack mit sich rumträgt?“ und ob es irgendwo geheissen habe, dass man das i-phone nicht benutzen dürfe?

Die Schätzfrage bei Posten 5 verhalf uns dann schlussendlich zum Sieg, da wir per Zufall etwas näher an der richtigen Lösung lagen, als die punktgleiche Frauentruppe! Da hätte uns ein i-phone auch nicht weitergeholfen. Gut, hätte ich beim „Spezialitäten-Posten“ nicht „Ziger“ in das Feld geschrieben, wäre die Sache klar gewesen. Wir hätten mit 48 Punkten klar gewonnen! Jetzt muss ich mir wohl oder übel einfach für die nächsten paar Wochen anhören müssen, dass es „denn im Fall“ keinen „Kt. Ziger“ gäbe.

Fazit: Am Schluss bleibt immer der schuldig, der die Lösung richtig (oder falsch) hinschreibt… – oder? Da nützt auch ein i-phone nichts…

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Windenergie für den iPod

An der CSCL09-Konferenz berichtete die Keynote-Speakerin Rosemary Luckin unter anderem über ein Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler versucht haben, mit Windenergie ihren iPod zu laden.

Warum ich das blogge: Projektbasiert, interdisziplinär, Nachhaltigkeitsthematik.

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Taschenfunk: Handy-Unterrichtsideen

Im Jahr 2008 begann medien+bildung.com mit dem Projekt Taschenfunk. „Wie lassen sich Handys sinnvoll im Unterricht einsetzen?“ war die zentrale Frage des Projekts. Ende Mai ist nun eine Broschüre mit Unterrichtsideen veröffentlicht worden, die kostenlos heruntergeladen werden kann.

Taschenfunk-Broschüre

Solche Publikationen scheinen mir wichtig, damit Mobiltelefone nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Potenzial für Schulen wahrgenommen werden.

via Martin Ebner.

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