Diese Tasche hat’s in sich

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Für das Samsung Galaxy Note 8.0 haben die 3. Klässler der Projektschule im Technischen Gestalten zusammen mit ihrer TG-Lehrerin eine eigene Tasche hergestellt. Jetzt müssen sie ihr Gerät nicht jedes Mal wieder in die sperrige Verpackungsschachtel zurücklegen, wo sie es bis anhin jeweils zurückgelegt haben, sondern können es so bequemer im Schulthek hin und her transportieren. Die Tasche wurde aus Filz hergestellt und der elastische Gummi sorgt für den nötigen Halt, damit die Lasche nicht plötzlich aufgeht. Sie wurde zudem so grosszügig zusammengenäht, dass man das Tablet auch mit den handelsüblichen Schutzhüllen darin versorgen kann.

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Verwendung von Mail

Ich erinnere mich sehr gut daran, wie in meiner letztjährigen Projektklasse die Speicherkapazität unseres Mailservers öfter an die Grenzen stiess. Grundsätzlich hat jeder Schüler auf unserem Educanet-Server 10MB zur Verfügung. Das ist zugegeben nicht viel, reicht offensichtlich jedoch normalerweise aus.

Da das Senden von Nachrichten per Mail so einfach ist, wenn jeder sein eigenes Gerät hat, wurden in meiner Klasse überdurchschnittlich viele Mails verschickt. Jedoch nicht nur für schulische Zwecke, sondern auch privat. Meine Kinder schickten ihren Verwandten und Bekannten Nachrichten und bekamen natürlich auch welche zurück. Oftmals waren dabei beispielsweise auch Fotos angehängt. Folglich erhielten die Schüler sehr oft eine automatische Meldung vom Server, dass ihr Postfach voll sei.

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In meiner jetzigen Klasse passierte das bis anhin interessanter Weise kaum. Und ich habe nun auch herausgefunden, woran das liegt. Im Gegensatz zu “Digitaler Alltag”, als jedes Kind das Gerät von der Schule bekam und die meisten ausschliesslich ihre Mailadresse der Schule darauf installiert hatten, sieht das nun bei BYOD ganz anders aus. Viele Kinder haben eine private Email von einem anderen Anbieter und die meisten haben sie auf ihrem Gerät schon drauf. Folglich wird die Educanet-Adresse viel weniger oft verwendet und das Postfach hat plötzlich genug Speicherkapazität, wenigstens in den meisten Fällen.

Trotzdem steht für mich ausser Frage, dass jede Schülerin und jeder Schüler bei uns eine Educanet-Adresse erhält.

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Gamen meine Kinder mehr?

Gamen ist ein gewichtiges Thema in meiner Projektschulklasse. Auch bei Elterngesprächen wird es oft angesprochen. Nach Schulschluss ist es ebenfalls deutlich zu spüren, wenn die Kinder länger bleiben dürfen. Bereits in meiner letzten Klasse im Projekt “Digitaler Alltag” wollte ich dem Thema einmal auf den Grund rücken.

Darum habe ich mich auch schon gefragt, gamen meine Kinder eigentlich mehr, weil sie in der Projektschule sind?

Clash of Clans (AppStore Link) Clash of Clans
Hersteller: Supercell Oy
Freigabe: 9+3
Preis: Gratis Download (iTunes-Link)

 

Kürzlich wurde im Lehrerzimmer über Clash of Clans, das an unserer Schule unter Knaben extrem verbreitete Spiel, diskutiert. (Nur so nebenbei: Es ist ja schon erstaunlich, dass eine Gratis-App seit etwa einem Jahr permanent jene App ist, die mit ihren in-App-Käufen am meisten Umsatz im gesamten App-Store erzielt.) In einer anderen Klasse an unserer Schule, welche nicht am Projekt teilnimmt, haben alle Knaben ausser einem dieses Spiel, was letzteren natürlich unter Druck setzt. In anderen Klassen sieht es wohl ähnlich aus.

Ich wage zu behaupten, dass die Teilnahme an unserer Projektschule die Kinder also nicht zu vermehrtem Gamen animiert. In allen anderen Klassen gamen die Kinder genauso viel. Nur ist es in den meisten Fällen für die Lehrperson weniger offensichtlich und für die Eltern kein Thema an Elterngesprächen.

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Geometrische Körper – die Kamera hilft

Nicht alle sind mit der Vorstellungskraft gesegnet, welche in der Geometrie nötig wäre. In der sechsten Klasse sah ich nun wieder, wie die in vielen bisherigen Postings erwähnte Kamera im Unterricht hilfreich sein kann.

Die Schülerinnen und Schüler mussten mit drei selbstgebastelten Würfeln auf einem Netz Aufstellungen nachbauen und dann zeichnen. Dabei hatten sie entweder die vier Ansichten (NSOW) zur Verfügung und mussten es auf einem Plan einzeichnen oder sie hatten den Plan und mussten die Ansichten übertragen:

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Nach der Aufstellung wurde von allen Seiten fotografiert und  …

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…. anschliessend erklärt …

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…. und natürlich auch noch auf den Samsung-Flatscreens vor der ganzen Klasse präsentiert.

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Klar geht das auch ohne Kamera, aber aus eigener Erfahrung weiss ich, dass nicht alle Kinder diesen für uns einfachen Schritt vom Ikonischen zum Symbolischen problemlos meistern. Hier sehe ich die Fotografie als Zwischenschritt und soweit ich gesehen habe, hat das einigen Kindern geholfen.

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Einmaleins – individuell

Ich war heute in der 3. Klasse, weil ich ein paar Fotos machen musste. Dies ist die Klasse, welche alle einheitlich Samsung-Geräte zur Verfügung gestellt bekamen. In den anderen Klassen bringen die Kinder ja ihre eigenen Geräte mit und diejenigen, welche keines haben, können auf Pool-Geräte zählen.

Im iPhone-Projekt und im Projekt Digitaler Alltag habe ich meinen Schülerinnen und Schülern oft dasselbe Programm “verordnet”, um z.B. das 1×1 zu üben. Ich ging davon aus, dass es für die BYOD-Klassen eine grosse Herausforderung wird, aufgrund der Heterogonität des Geräteparks passende Apps zu finden. Beim heutigen Besuch sah ich nun in der Klasse mit homogener Ausstattung, dass die Schülerinnen und Schüler trotzdem verschiedene Apps im Einsatz hatten. Da jeder in “seiner” App üben kann, geht der Lehrer Patrik Bernhard davon aus, dass die Motivation auch höher sei.

Die Apps wurden übrigens von den Drittklässlern selber gesucht, installiert und ausprobiert. Durch den Austausch untereinander erwerben sie nebst dem Einmaleins zusätzliche Kompetenzen. Die Bewertung und Auswahl von Apps wird wohl auch in Zukunft für sie wichtig sein, denn im Dschungel der App-Stores die Perlen zu finden, erachte ich als sehr wichtig.

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Pro Juventute Cyber-Risiko-Check

Pro Juventute hatte bei uns schon mal einen Einsatz in der Schule und wirken weiter mit ihren Kampagnen:

Wie sicher bist du im Internet unterwegs?
Der Pro Juventute Cyber-Risiko-Check zeigt dir direkt an, ob du von Sexting, Cybermobbing, Hackerattacken oder anderen Gefahren im Netz betroffen oder gefährdet bist. Damit dein Internet Auftritt im Netz ein bisschen sicherer wird, bekommst du umgehend praktische Tipps für die Sicherheit.http://cyber-risiko-check.ch/de/?utm_source=sextinglink&utm_medium=newsletter&utm_content=56880499&utm_campaign=sexting

Weitere Informationen zu den Risiken von Sexting: www.projuventute.ch/sexting?utm_source=sextinglink&utm_medium=newsletter&utm_content=56880499&utm_campaign=sexting

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Unsere Sechstklässler wünschen frohe Weihnachten!

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Wie “verboten” ist eigentlich das Konsumieren von Pornografie?

Diese Frage stellte sich nach einem Vorfall, über welchen ich hier bereits berichtet habe. Ich habe im Anschluss bei Besprechungen mit Lehrpersonen und Eltern gemerkt, dass die Meinungen recht divergent sind. Hier eine Aufklärung zur Strafbarkeit von Pornokonsum durch Kinder in der Schweiz.

Der Konsum legaler Pornografie ist nicht strafbar. Falls aber ein Kind (ab 10 Jahren) anderen Kindern unter 16. Jahren anstössliche Inhalte zur Verfügung stellt – macht es sich strafbar. Schärfer wird das Gesetz natürlich bei harter Pornografie. Siehe auch: http://www.jugendundmedien.ch/de/jugendschutz/rechtliches/strafbare-handlungen.html Dieser Abschnitt zeigt das Wesentliche auf:

“Strafbarkeit Jugendlicher: Auch als Kind oder Jugendlicher machst du dich strafbar, wenn du pornografische Bilder oder Filme an Kollegen und Kolleginnen, die noch nicht 16 Jahre alt sind, weitergibst oder sie ihnen zeigst. Dies gilt auch für Film und Bildmaterial das du selber aufgenommen hast (wobei dort unter Umständen zusätzliche Gesetze verletzt werden). Das Gesetz gilt also auch dann, wenn die handelnde Person selber noch nicht 16 Jahre alt ist. Jugendliche ab zehn Jahren gelten als strafmündig und müssen mit einer Strafe rechnen, wenn sie legale Softpornografie an unter 16-jährige verteilen oder illegale Hartpornografie besitzen. Und strafrechtlich gesehen spielt es auch keine Rolle, ob diese Bilder oder Filme als MMS oder als Anhang einer E-Mail verschickt, auf einem Datenträger weitergegeben, als Bild ausgedruckt und verschenkt oder auf einem Handy, einem I-Pod oder auf dem PC gratis vorgeführt werden.” (aus: http://www.147.ch/Was-sagt-das-Gesetz.864.0.html)

Hintergrund ist das Schweizerische Strafgesetzbuch (Pornografie ist im Artikel 197 beschrieben).

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Kommt Zeit, kommt Rat!

ASR
Nachdem ich am 30.10.13 einen kostenlose App zur Sprachaufnahme gesucht hatte, bin ich nun durch einen Mitarbeiter des IMS fündig geworden. Die App heisst ASR und ist tatsächlich “…eines der besten Audio-Recorder und Diktiergeräte Apps im Play Store. KOSTENLOS und ohne Limit bei der Aufnahmezeit!”. Die Erfahrungsberichte der Downloader bestätigen dies weitgehend und somit kann ich endlich mit Aufnehmen der Diktattexte beginnen.
Obwohl… – eigentlich sollte ich diese Diktate besser mit der eingebauten Videokamera (auf meinem Mund fokussiert) aufnehmen und als Film via E-Mail verschicken oder noch besser: in die Dropbox legen, damit die Kinder meinen Mund sehen können, wenn sie das Diktat zuhause üben & vorbereiten müssen. Ja, genau! Das machen wir so. Man lernt doch nie aus…

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Wieviel Filter darfs denn sein?

Im Zusammenhang mit einem Vorfall, den ich hier bereits gepostet habe, habe ich überlegt, wie eigentlich gefiltert werden kann.

Folgende Filtermethoden sind mir bekannt:

Whitelist: Es werden explizit Seiten für die Nutzer freigeschaltet. Nur Seiten von der Whitelist können von den Kindern angesurft werden. Es gibt auch im Netz Angebote wie z.B. fragFinn.de.
Hiermit können wirklich nur bewusst zugelassene Seiten angeschaut werden, aber der “echte” Umgang mit dem Internet wird nicht gelernt.

Blacklist: Auf einer Liste kommen alle Seiten vor, die bekannt für problematische Inhalte sind.
Das Surf-”erlebnis” wird nicht zu fest eingeschränkt, aber da kaum alle Seiten mit problematischen Inhalten bekannt sind, ist der Schutz nicht gerade gross.

einfacher Contentfilter: Die Webseiten werden nach deren Inhalt gescannt und allenfalls gesperrt.
Dabei kann gezielt nach unerwünschten Wörter gescannt werden. Aber wenn das Wort “Sex” gesperrt ist, werden auch andere Wörter gesperrt (Beispiel:  “Zufallsexperiment”) und Anbieter weichen auf andere Schreibweisen aus (Beispiel: “P0rno” – o ist eine “null”)

intelligenter Contentfilter: Mit heuristischem Verfahren werden die unerwünschten Inhalte gewichtet und wenn die Relevanz überschritten wird, gefiltert.
Dies bietet eine höhere Trefferwahrscheinlichkeit ohne grosse Einschränkung bei erwünschten Inhalten. Mit Bildern kann der Filter (vielleicht) umgangen werden, weil der Text ohne Texterkennung nicht gelesen werden kann.

Selbstverständlich sind heutige Filter ein Zusammenschluss von verschiedenen Methoden. Aber die Seitenbetreiber sind auch nicht auf den Kopf gefallen und wissen sich zu helfen. Sie sichern sich Adressen, die gar nicht nach ihrem Ansinnen klingen. Ein weiteres Problem hat die Swisscom mit ihren SAI-Leitungen, da sie auch https-Anfragen filtern muss. Zuguterletzt kann Google ja nicht wissen, was ich meine, wenn ich “süsses Häschen” suche.

Vor problematischen Inhalten können wir die Schüler wahrscheinlich mit keiner Methode schützen. Aber dass sie zufällig und immer wieder auf solche Seiten stossen, dagegen kann man sicher etwas unternehmen. Bei uns an der Schule setzen wir so einen Filter ein und ich finde das zwar beruhigend, aber nehme es nicht als Freibrief, dass das Thema an unserer Schule nicht immer wieder besprochen werden muss.

 

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