5. Workshop “Digitale Lerninfrastrukturen in Schulen”

Anlässlich der Abschlussveranstaltung des School IT Rhein Waal-Projekts fand am 25.09.2014 in Duisburg der 5. Workshop Digitale Lerninfrastrukturen statt. Christian Neff und ich durften die interessante Tagung mit einem Bericht über die Projektschule Goldau eröffnen:

(Folien)

Exakt eine Woche nach der Tagung sind nun von allen Vorträgen die Präsentationsfolien und die Videomitschnitte online. Ein herzliches Dankeschön den Organisatoren sowohl für die Tagung als auch für deren umfassende Dokumentation!

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Wer würde denn was mitbringen?

Wenn ein Lehrer oder eine Lehrerin mit dem Gedanken spielt Bring your own device (BYOD) (Biblionetz:w02286) auszuprobieren, so muss er wissen, wer in der Klasse was mitbringen würde. Schlägt man BYOD einer Schule vor, bekommt man oft als Antwort “Das würde bei uns nicht funktionieren, da würden viel zu wenige etwas mitbringen.” – genauere Zahlen haben aber die wenigsten Schulleitungen. Die üblichen Mediennutzungsstudien unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland und der Schweiz helfen auch nicht weiter – ihre Resultate, die mit einer Verzögerung von fast zwei Jahren publiziert werden, sind in diesem schnelllebigen Bereich rasch veraltet, sind zu wenig technikspezifisch und berücksichtigen auch die lokalen Unterschiede nicht.

Mit unserem gestern am 5. Workshop Digitale Lerninfrastrukturen in Duisburg in einer Betaversion vorgestellten Umfrage-Tool http://byod-umfrage.de versuchen wir diese Lücke zu schliessen. Eine Lehrperson kann rasch eine Umfrage für ihre Klasse erstellen und durch die Schülerinnen und Schüler ausfüllen lassen, egal ob auf einem Notebook, Tablet oder Smartphone.

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Befragt wird eigentlich folgendes Schema:

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Die Auswertung liefert einerseits eine Aufschlüsselung nach Betriebssystemen, andererseits nach möglichen Nutzungsszenarien:

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Wir hoffen damit die Planung von BYOD an der Schule fördern zu können und sind gespannt auf Feedback! http://byod-umfrage.de

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Rechnen mit QR-Codes

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Auf kibs.ch findet man ergänzende Materialien für den Mathematikunterricht mit dem Zahlenbuch. Man kann für die Primarstufe zwischen den 3.-6. Klassen und auf der Oberstufe zwischen den 7.-9. Klassen wählen. Klickt man eine der Klassen an, so findet man ergänzende Online-Materialien, welche zum Üben, Vertiefen und Wiederholen genutzt werden können. “Die Materialien ersetzen kein Lehrmittel, sondern leisten einen Beitrag zur Individualisierung im Unterricht und zur Steigerung der Lernmotivation”, lässt kibs.ch auf ihrer Website verlauten.

QRKlickt man eine entsprechende Klasse an, findet man ein pdf-Dokument mit QR-Codes für geeignete Zusatzübungen zu den entsprechenden Zahlenbuch-Seiten. Dazu lädt man im PlayStore oder auf iTunes einen QR Code Reader runter, wodurch die Schüler dann direkt zur entsprechenden Zusatzübung im Internet gelangen. Neben dem QR-Code enthält jede Etikette die Angabe der Zahlenbuch-Seite, sowie ein Stichwort zur Art der Übung.

Zusätzlich könnten sogar noch die Etiketten der pdf-Vorlage heraus auf L7632 Avery-Zweckform-Etiketten (im Fachhandel erhältlich) gedruckt und anschliessend auf den entsprechenden Lehrerkommentar-Seiten des Zahlenbuchs eingeklebt werden.

Und manchmal muss zum Öffnen einer Übung zuerst eine Werbeinblendung weggeklickt werden und Hinweise wie “Puffin” weisen darauf hin, dass es sich bei einer Übung um flash-Inhalte handelt, die nur mit einem entsprechenden Browser (z.B. Puffin) geöffnet und bearbeitet werden können. Alles in allem aber eine interessante Form des Einsatzes des Tablets im Matheunterricht, sowie zur Individualisierung im Unterricht oder zur Vertiefung, zur Motivation oder zur Wiederholung eines mathematischen Sachinhalts, schön geordnet nach den entsprechenden Kapiteln des offiziellen Schweizer Lehrmittels Zahlenbuch (Klett) in der Mathematik.

Heute Morgen persönlich ausprobiert und mit Prädikat “das blogg ich” hier festgehalten.

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Tagung “Wischende Finger im Sachunterricht – Tablets in der Grundschule”

Am 10. und 11. Oktober 2014 findet an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd die Tagung “Wischende Finger im Sachunterricht – Tablets in der Grundschule” statt – auch mit einem Beitrag der Projektschule Goldau:

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DANKE für ein tolles Schuljahr!

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Online gamen geht auch ohne Online-Game

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Auf die Anfrage der Kinderzeitschrift JUNIOR, ob sie mit meiner Tablet-Klasse das neu entwickelte Game “Xplore” vortesten dürfe, haben wir am 6.6.14 während 2 Lektionen den Prototypen des Spiels auf Herz und Nieren geprüft. Dazu hat Frau Nadja von Euw den Kindern das Spiel via Beamer erklärt und Mike Kronenberg diese Beta-Version auf das Tablet geladen. Dann wurde gespielt und obwohl im Spiel auch “viel” gelesen werden musste oder Fragen beantwortet werden mussten, waren die Kinder Feuer & Flamme für das Spiel. Hat man nämlich auf 3 verschiedenen Quiz-Inseln genügend Punkte gesammelt, darf man auf seiner eigenen Insel Häuser, Autos, Strassen uvm. kaufen und bauen.
IMG_2397Einmal mehr hat sich aber mein damaliger Hauptentscheidungsgrund für ein Tablet in seiner schönster Pracht gezeigt. Die Kinder – anfänglich noch alleine – setzten sich schnell zu kleinen Gruppen zusammen, um die Quizfragen gemeinsam zu lösen oder im Spiel weiterzukommen. Für Kinder mit Migrationshintergrund ein klarer Vorteil, da sie gewisse Fragen sonst vielleicht nicht richtig hätten lösen können. Natürlich gabs auch Kinder, die trotzdem lieber alleine spielten.
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Das gemeinsame Arbeiten am Tablet ist meines Erachtens einer der wesentlichesten Vorteile bei der Frage nach Tablet oder iPod. Die gemeinsamen Interaktionen am Gerät tragen genauso zur Freude am Game bei, wie die Grafik des Spiels und deren Inhalt. Es braucht nicht immer eine Online-Version eines Spiels, wenn man es auch in der Realität zusammen spielen kann. Ich erinnere mich da gerne an das Spiel MYST, das mir zu dritt am PC einfach mehr Spass machte, als alleine.

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Minecraft anstelle eines Erlebnisaufsatzes

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Neulich war ich mit meinen Kindern im Hallenbad in Luzern baden. Dort gibt’s ein 1-Meter, ein 3-Meter und ein 5-Meter-Sprungbrett, von denen mein Sohn mehr als angetan war. Wieder zuhause fragte er mich, ob er nach dem Abendessen noch etwas Minecraft spielen dürfe. In diesem Spiel kann man aus zumeist würfelförmigen Blöcken eine eigene 3D-Welt bauen und gegen Monster kämpfen. Eigentlich stört es mich, wenn mein Junge am “Gamen” ist, aber ich staunte echt nicht schlecht, als er mir nach ca. 45 Minuten die exakte Nachbildung des Hallenbads in Luzern präsentierte. Allerdings ohne das Sprudelbad, die Rutschbahn und das Kinderplanschbecken, wo er sich auch kaum aufhielt.

Den Teil mit dem Sprungbrett ist ihm aber extrem detailliert gelungen, wie man auch selber auf der Website des Hallenbads nachprüfen kann. Mein Sohn fügt aber gerne hinzu, es sei noch nicht ganz fertig. Der Boden müsse noch ausgewechselt werden und das Dach liesse er vermutlich weg, weil es sonst drin zu dunkel werde.
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Erstaunlich finde ich die Proportionen der einzelnen Sprungtürme und Räume, die Positionierung der beiden Becken und die gesamte Raumaufteilung. Erstaunlich auch die Geschwindigkeit, mit mein 5. Klässler dies erbaut hat. Und dies alles aus dem Gedächtnis und mit diesen simplen Pixel-Blöcken. Ich bin wirklich beeindruckt, wie sich ein simpler Schlechtwetter-Ausflug mithilfe des Spiels Minecraft reflexieren lässt. Vielleicht sollte ich diese Erfahrung für die nächste Exkursion (Augusta Raurica oder Suariermuseum Aathal) auch schulisch nutzen? Zum Beispiel anstelle eines Erlebnisaufsatzes…

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Eine Kuh macht “muh”, viele Kühe machen Multicow…

MulticowDa die App Kopfrechnen noch immer nicht auf Android verfügbar ist, machte ich seit langem mich auf die Suche nach einer Applikation, bei denen die 3. Klässler wiederum das Einmaleins tranieren und sich gegenseitig (in einer Statistik) messen können. Natürlich bietet Kopfrechnen weit mehr als nur Einmaleins-Aufgaben, dennoch stand bei mir das monotone Üben der Einmaleins-Reihen schon bei Kopfrechnen im Vordergrund.
Fündig wurde ich nun bei der App Multicow. Auf netzwelt.de wird diese App unter anderem so beschrieben: “…eignet sich für Schulanfänger, um das Multiplizieren zu üben und dabei Spass zu haben. Ihre Kinder können hier das Malnehmen von 1 x 1 bis 10 x 10 wiederholen. Die Aufgaben werden als Multiple-Choice-Test gestellt. Das Spiel kann in zwei verschiedenen Modi gespielt werden: Im Normal-Modus müssen so viele Aufgaben wie möglich innerhalb einer Minute gelöst werden. Dabei wird ein entsprechender Highscore ermittelt und regt zum schnelleren Rechnen oder zu einem Vergleich mit anderen Mitrechnern an.”

Im Gegensatz zum 1×1 Trainer der Technischen Universität Graz, der übrigens auch sehr empfehlenwert ist (aber etwas aufwändiger, wegen der Erfassung eines Benutzernamens und eines Passwort für jedes einzelne Kind), steht bei Multicow mit diesen lustigen Kuhmotiven der Spassfaktor im Vordergrund und man kann eben direkt nach der Installation loslegen. Ausserdem können die Kinder auch Bonuspunkte erhaschen, wenn sie anstelle der schwarzen die blauen Resultate antippen.

Da man in diesem Normal-Modus bequem ca. 1000 Punkte erreichen kann, setzte ich diese Limite jeweils als Wochenaufgabe an und forderte: Wir schaffen nun jede Woche einfach 1’000 Punkte mehr! Bereits in der 1. Woche erreichte ein Schüler 4’451 Punkte, die dann in der  2. Woche von einer Schülerin mit sagenhaften 11’262 Punkten (anstelle der geforderten 2’000 Punkten) überboten wurden. Natürlich gab es auch Kinder, die in der 1. Woche die 1’000 Punkte noch nicht erreichten. Interessant ist aber die Betrachtung des Durchschnitts. Dieser lag nämlich in der 1. Woche bei knappen 1’539, stieg in der 2. Woche auf gute 3’052 Punkte an und liegt aktuell in der 5. Woche bereits bei markanten 12’412 Punkten, wovon besagte Schülerin alleine 48’952 Punkte erreicht hat. Im Unterschied zum Anfang aber erreichen nun alle Kinder die geforderten Wochenpunkte, in diesem Fall eben die 5’000 Punkte.

Wie schon bei Kopfrechnen mache ich aber auch hier sehr ähnliche Erfahrungen. Die Kinder erreichen ihr Soll oder übertrumpfen sich bereits nach kurzer Zeit gegenseitig mit ihren erreichten (hohen) Punktzahlen. Was aber alle tun: Sie tranieren sämtliche Einmaleins-Aufgaben aller Reihen quer durcheinander. Das sind hunderte von Aufgaben. Und dies seit Wochen. Als Lehrperson ist man natürlich sehr erfeut über diesen Effekt, aber auch dieses Spiel hat – wie alle Highscore-Games – irgendwann sein Motivationslimit erreicht. Bald wird diese auch hier nachlassen. Mal schauen, wie lange es noch mit Spass und Ehrgeiz funktiontiert. Geplant wär’s noch etwa 10 Wochen.

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The reality of digital technology

Plötzlich meldet das iPhone des Sohnes drei- bis vier neue Nachrichten. Der Vater ruft: “Sohn, du hast ein paar Nachrichten erhalten!”
Der Sohn eilt herbei und ruft erfreut: “Wow, das ist so nett. Stefan hat die Aufgaben für Montag bereits gelöst, diese fotografiert und uns allen im Gruppenchat zugeschickt! Ich gehe jetzt schnell ins Zimmer und schreib sie ab!”
“Okay…?” meint der Vater und denkt sich: “Wirklich nett, dieser Stefan… – & clever.”

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Das Froschtheater in der Dropbox

dropboxIn der 3. Klasse machen die Kinder ein Lesetheater, sie spielen einen Lesetext vor, ohne ihn auswendig lernen zu müssen. Passend zum Thema “Tiere im Winter” versuchten wir dieses Theater am Text von Herrn und Frau Frosch. Die Kinder bastelten dazu eine Maske, damit man nicht sehen konnte, dass sie ihren Text ablesen. Zuerst lasen sie den Text mehrmals alleine durch, um ihn dann zu zweit einzuüben und vorzubereiten. Zur finalen Präsentation sollten die Kinder ihre Theater mit dem Samsung-Tablet als Film aufnehmen. So konnten sie diese auch einander zeigen und voneinander lernen.

Nun wollte auch ich mir diese Filme sehen. Doch anstatt, dass ich mir sie nacheinander auf den Tablets der Kinder anschaute, wollte ich die Filme anschauen können, wenn ich Zeit dafür hatte. Also mussten sie versendet werden. Da die Filme für den E-Mail-Versand zu gross (oder sagt man zu schwer?) waren, musste ich eine andere Lösung dafür suchen. Natürlich war mir die Dropbox ein Begriff, da sie auch schon vorher in anderen ICT-Projekten der Projektschule erfolgreich zum Einsatz kam. Und so richteten die Schüler ihre eigenen Dropbox-Login ein, damit sie den Film dort raufladen konnten.

Danach gaben sie den Ordner für mich frei, d.h. sie schicken mir auf meine private E-Mail-Adresse eine Freigabe. Zuhause klickte ich dann diese Freigabe-Aufforderung an und lud den Film auf meinen Computer runter. So konnte ich jetzt in aller Ruhe alle Filme anschauen, sie dann im iMovie zu einem ganzen Film zusammenschneiden und den so insgeamt 16-minütigen Clip wiederum auf meine Dropbox in einen Ordner laden, um diesen dann den Kindern freizugeben, so dass alle Kinder ebenfalls in den Genuss aller Filme kommen konnten.

Hier ein kleiner Zusammenschnitt mit den “besten” Szenen:

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