AllShare-Cast

Als wir noch ausschliesslich Apple-Geräte im Einsatz hatten, habe ich schon die Vorteile vom Apple-TV und kürzlich auch noch über die Probleme damit gebloggt. Seit dieser Woche haben wir das Pendant dazu für die Samsung-Geräte, es heisst AllShare Cast und ist momentan für knapp 70 Fr. im Handel erhältlich. Die Schüler oder Lehrpersonen können nun von einem kompatiblen Gerät den Inhalt spiegeln und direkt auf dem Screen anzeigen. Hier im Beispiel schauen sie gerade die Akrobatik-Übungen aus der Turnstunde an. Gleichzeitig ist auf dem Bild erkennbar, dass selbst bei hellem Licht der Bildschirm genügend hell ist und sich wunderbar hinter der Wandtafel integriert hat.

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Auch wenn der AllShare-Cast nicht die Möglichkeiten eines Apple-TV bietet, bin ich sehr begeistert davon. Es ist so einfach zu installieren – es läuft sozusagen auf Knopfdruck. Dazu braucht es nicht einmal eine WiFi-Verbindung, weil es diese selber via WiFi-Direct zur Verfügung stellt.

Schöne wäre es natürlich, wenn sich Samsung und Apple auf einen Standard einigen könnten, damit wir nur noch ein einziges Gerät benötigen – aber das ist momentan definitiv Wunschdenken …

 

 

 

 

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Apple TV und WPA2-Enterprise

Da wir im Brings-mIT unsere Schülerzahl, welche auf das Netz zugreifen, vervierfacht haben, mussten wir eine neue Zugriffsstruktur aufbauen. Bisher stellten wir die Internetverbindung parallel zum schuleigenen Netz via ADSL zur Verfügung und gaben das W-Lan-Passwort (WPA2 private) selber ein, damit wir es den Schülerinnen und Schülern nicht sagen mussten.

Seit diesem Sommer können die Schüler direkt auf unser Schulnetz zugreifen und haben so auch die Möglichkeit, Terminalserverdienste zu nutzen (was bisher aber kaum genutzt wurde). Um es möglichst sicher, aber dennoch einfach zu gestalten, müssen sich die Schüler mit ihrem Benutzernamen plus Passwort aus dem Active-Directory anmelden. Die Verschlüsselung ist WPA2 Enterprise. Dies funktioniert perfekt – ausser bisher mit dem Apple TV. Dieses Gerät kennt die Verschlüsselungsart nicht. Aus diesem Grund habe ich einen Router im Client Mode im Einsatz. Keine schöne, aber mögliche Lösung. Falls jemand eine andere Idee hat, freue ich mich auf Kommentare.

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Bedienung der Geräte wird selbstverständlich

Gestern hatte ich eine Besprechung mit meiner Pensenpartnerin, welche jeweils am Freitag meine Klasse unterrichtet. Sie selbst sagt von sich, dass sie nicht viel Ahnung von Tablets und ähnlichen Geräten habe. Umso interessanter ist also die Frage, wie die Kinder bei ihr die mobilen Geräte einsetzen.

Die Kinder hätten in ihren Stunden schon Apps geladen, das funktioniere völlig selbständig. Und komme ein Kind mal nicht weiter, seien sofort andere bereit um zu helfen. Der Fotoapparat werde spontan genutzt, zum Beispiel um die Lernziele von der Wandtafel zu kopieren. Sie staune, wie die Kinder selber auf Ideen kommen, wie sie sich das Leben mit den Geräten erleichtern können. Und sie habe ja keine Ahnung von all dem, trotzdem funktioniere es.

Klar, zuerst müssen ein paar Grundbedingungen erfüllt sein, damit die Startschwierigkeiten – von mir hier beschrieben – überwunden werden können. Aber offensichtlich ist BYOD auch dann alltagstauglich, wenn die Lehrperson kein Technikfreak ist.

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BYOD – Aller Anfang ist schwer

Vor einigen Schulwochen startete ich mit meiner Klasse ins BYOD-Abenteuer. Die ersten Tage waren sehr frustrierend. Beim Projekt Digitaler Alltag, als meine Klasse mit iPads ausgerüstet wurde, hatte ich keinerlei Probleme, so dass ich wohl etwas gar sorglos und unbedacht ins neue Projekt steigen wollte.

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Nur um eines gleich zu Beginn klar zu stellen: Die Geräte-Heterogenität ist kein Hindernis. Es waren ganz andere Probleme aufgetreten. Da wäre zum Beispiel die Apple-ID oder der Google-Account. Einige Kinder verwendeten die ID ihrer Eltern, kannten aber den Benutzernamen oder das Passwort nicht. Zwei Kinder verwendeten dieselbe ID, was spätestens beim Verschicken von Nachrichten zu Verwirrung führte. Wiederum andere hatten die Dropbox schon installiert, jedoch mit der Adresse des Vaters verknüpft. Solche und ähnliche Beispiele gäbe es noch viele mehr.

Die ersten Tage war ich also Feuerwehrmann und versuchte ständig, irgendwelche Probleme zu lösen. Genauso wie es eben nicht sein sollte. Nun, genau für solche Erfahrungen ist die Projektschule ja da und ich werde in einem nächsten Posting darauf eingehen, wie denn diesen Schwierigkeiten vorgebeugt werden könnte.

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Vorträge des 4. Workshops „Lerninfrastruktur in Schulen“ online verfügbar

Am 2. September 2013 hat an der Goethe-Universität in Frankfurt der 4. Workshop zu Lerninfrastruktur in Schulen stattgefunden unter dem Motto „Gelingensbedingungen für das Lernen mit persönlichen Geräten“. Unter anderem wurde auch das Projekt „Brings mIT!“ der Projektschule Goldau vorgestellt. Unterdessen sind die Vortragsvideos online verfügbar:

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War’s das?

An der Tagung „Apps & Games“ hielt ich einen Vortrag mit dem Titel „Kamera, Voicerecorder, Stoppuhr, … – braucht ein Smartphone überhaupt noch zusätzliche Apps?“ Ich wollte aufzeigen, dass Apps nicht so wichtig sind, sondern die Funktionen der Geräte zentral sind. Offensichtlich scheint mir dies nicht so gelungen zu sein, denn Jürg Fraefel geht in seiner Nachlese auch auf meinen Vortrag ein. Auf seine Frage, was wir denn nebst typischen herkömmlichen Inhalten  noch vermitteln, war ich überfragt. Die relevanten Beispiele wollten mir einfach nicht einfallen. Er wollte wissen, wo denn die problembasierten, kooperativen und situierten Anwendungskontexte zu finden seien.

In seiner Nachlese schreibt er: „Aus Kärtchen (vorne Deutsch, hinten Französisch) wird Flashcard und anstatt der Banknachbarin, die das Diktat diktiert das iPhone. – War’s das?“

Nein, das wars nicht und wird es auch in Zukunft nicht gewesen sein. Ich habe, um beim nächsten Referat auf so eine Frage besser gewappnet zu sein und natürlich auch aus Eigeninteresse, unsere 250 Blogeinträge angeschaut und nach dokumentierten Beispielen gesucht, die eben nicht den herkömmlichen Unterricht nachbilden.

Einige tolle Beispiele habe ich gefunden, wo die Kooperation unter den Schülerinnen und Schüler im Vordergrund steht, da wäre mal das Tandemlesen, was zugegeben auch ohne iDevice möglich wäre. Der Unterschied ist aber, dass die Tandems ihre Texte auch aufnehmen und dem Lehrer senden. So hat dieser mehr Zeit, sich der Interaktion mit einzelnen Kindern zu widmen. Im Post (un-)wahrscheinlich praktisch wird beschrieben, wie eine herkömmliche Situation dank iPad plötzlich kollaborativ angegangen wird.  Auch bei Spass darf sein ist ersichtlich, dass die Schüler gemeinsam etwas kreieren. Die Beschreibung von La chasse au trésor zeigt auf, dass produktives Handeln kooperativ umgesetzt wird und bei Hörst du wie die Flammen flüstern? haben sich die Drittklässler wahrscheinlich im Resultat der gemeinsamen Arbeit deutlich von herkömmlich unterrichteten Schülern abgehoben. Dass medienpädagogische Inhalte auch gemeinsam verarbeitet werden können und so sicher besser in Erinnerung bleiben, zeigt der Rap Handyprofis.

Die Kommunikation in unseren Klassen ist aus meiner Sicht ein gewichtiger Unterschied, übrigens auch für die Schüler sehr wichtig. Sie kommunizieren gegenseitig sehr oft und lernen dabei, worauf man auch noch achten sollte, herrlich beschrieben im Beitrag von Padi. In der 5. Klasse haben die Schülerinnen und Schüler ein Projekt, sich gegenseitig vorzustellen und zu charakterisieren. Die möglichen Charaktereigenschafen wurden zuerst einzel gesammelt auf einem Wiki, anschliessend in Gruppen kooperativ mit Placemat-Methode bearbeitet,  zusammengefasst und präsentiert. Die gegenseitige Beschreibung wurde auf einem Blog, der natürlich nicht öffentlich ist, geschrieben und vor allem anschliessend auch gelesen und kommentiert. Auch die Schulreise und Schulverlegung wurden zeitnah dokumentiert und gegenseitig kommentiert. Die Schüler lassen andere vermehrt an ihrem Leben teilnehmen und nehmen auch vermehrt am Leben der anderen teil.

Im Bereich der Kreativität gibt es schöne Beispiele, die teils alleine, teils in Gruppen konzipiert waren. Die Stop-Motion-Filme als Unterrichtsprojekt mit Geschichten erfinden, Storyboard schreiben, Basteln und Filmen waren komplex und konnten nur kooperativ gelöst werden. Die Diskussion über Migros-Kinder-Anwerbeaktionen war ein schönes Beispiel der Vernetzung von Diskussion über ein Thema, worauf anschliessend ein kreativer Umgang mit der Problematik herausschaute. Dass die Kamera den Unterricht verändert, habe ich schon separat beschrieben, ergänzend möchte ich aber erwähnen, dass bei den Ornamenten  und Gesichtern die Resultate sehr kreativ waren, die Schüler dank Kamera endlich kaum mehr Mühe mit der Zentralperspektive hatten, der Museumsbesuch und der Besuch in der Kunstgallerie nicht nur interessanter abliefen, sondern auch im Anschluss zu Kreativität anregte.

Dass die Schülerinnen und Schüler viel öfter ihre eigenen Lösungen, Ideen und Gedanken präsentieren, fiel mir mit der Zeit gar nicht mehr auf, weil es eben digitaler Alltag war, dass unser Beamer demokratisch eingesetzt wurde. So wurde ein Familienstammbaum plötzlich interessant, Tipps und Tricks zuerst in der Klasse und anschliessend sogar in einem Blog, bzw. an Tagungen geteilt, längere Vorträge aber auch kurze Statements mit Präsentationen untermalt. Das Wochenende war nicht eine langweilige Erzählung, sondern dank Bild und Video gegenseitiges Teilhaben.

Der letzte Punkt, wo ich einen grossen Unterschied zu „früher“ feststellen darf, ist der beinahe automatische Erwerb von Medienkompetenz. Die Schülerinnen und Schüler konnten nach kurzer Zeit das Gerät kompetent und vor allem sinnvoll einsetzen. Dass sie das individuell anders gehandhabt, Gamesucht nicht nur nervig war, sondern im Unterricht thematisiert wurde und sie sich gemeinsam einen Vertrag erarbeiteten – das macht einen gewaltigen Unterschied. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass Mailen, Recherchieren, Umgang mit Passwörtern, das Recht am eigenen Bild, Cybermobbing und weitere Medien-Themen immanent präsent waren.

Nach zwei Stunden surfen in der eigenen Projektvergangenheit bin ich mir selbst erst wieder bewusst geworden, wie vielfältig unsere Einsatzszenarien waren – und wie leicht man dies im digitalen Alltag vergisst.

Digitale Geräte führen nicht dazu, dass traditionelle Unterrichtsinhalte ganz verschwinden. Durch die oben genannten Unterrichtsszenarien werden sie jedoch weniger wichtig. Kopfrechnen, Rechtschreiben, Vokabelnbüffeln, etc. wird auch in Zukunft zum Unterricht gehören und nimmt wahrscheinlich zeitlich auch mehr Zeit in Anspruch, als das problembasierte, kooperative und situierte Anwenden von ICT. Dass ein iDevice dabei aber unheimlich praktisch ist, darf man nicht vergessen. Es entlastet die Lehrperson, die dadurch Zeit gewinnt, um vermehrt interaktiv mit Schülerinnen und Schülern zu agieren. Ich kann als Lehrperson nie so effizient üben lassen, wie das digitale Gerät und dieses wird im Gegensatz nie so emphatisch zum Schüler sein, wie ich – nutzen wir doch diese Vorteile!

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Bringt BYOD den Durchbruch bei 1:1-Ausstattungen?

An der diesjährigen Fachtagung „Apps und Games“ der Pädagogischen Hochschule Schwyz habe ich einen Vortrag zum Thema „Ohne Geräte keine Apps – Bringt BYOD endlich den Durchbruch bei 1:1-Ausstattungen?“ gehalten:

Unter anderem konnte ich erstmals die von Christian Neff im August 2013 erhobenen Zahlen zu BYOD präsentieren. Befragt wurden alle Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen in Goldau:

  • Gibt es diesen Gerätetyp in Deinem Haushalt?
  • Besitzt Du diesen Gerätetyp selbst?
  • Könntest Du diesen Gerätetyp regelmässig mit in die Schule bringen?

Das Ergebnis sieht folgendermassen aus:

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Aus diesen Zahlen lässt sich noch nicht ableiten, wie viele Kinder nun tatsächlich mindestens eines dieser Geräte mitbringen könnten. Auskunft gibt die nächste Folie:

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Für unser Projekt „Brings mIT!“ heisst dies, dass 3/4 der Kinder ein eigenes Gerät mitbringen werden.

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Ist schon Weihnachten?

Vor dem Sommerferien hatten wir Kontakt mit Samsung und die Testgräte wurden von (Apple-)Padi mit einem Posting gelobt (Liebe auf den ersten Klick). Die Zusammenarbeit mit Samsung ist eine Win-Win-Situation: Wir erhalten Geräte – Samsung erhält Informationen, wie sich ihre Geräte im Schulalltag bewähren.

Zuerst müssen die aber alle ausgepackt und vorbereitet werden ….

 

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Welche Geräte bringen die Kinder bei freier Wahl?

Vor zwei Wochen war es so weit. Die Kinder brachten ihre eigenen Geräte mit, ganz im Sinne von BYOD. Dabei kamen durchaus unterschiedliche Gerätetypen zum Vorschein. Auch wenn ich seither immer mal wieder vereinzelt einen Laptop gesichtet habe, so scheint den Kindern doch das Tablet, Smartphone oder der Handheld geeigneter zu sein. Meine 21 Schülerinnen und Schüler bringen normalerweise mit:

  • 8 iPad / iPad mini
  • 7 iPod touch
  • 2 Samsung Tablet
  • 1 Samsung Smartphone
  • 3 Schüler haben ein iPad von der Schule zur Verfügung gestellt
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Flashcards – effektiv lernen mit Karteikarten

Den zweiten Teil vom Titel dieses Postings hatten wir schon zweimal:

Am 11. August 2009: iMemento – effektiv lernen mit Karteikarten und am 7. Januar 2011: Remme – effektiv lernen mit Karteikarten. Auf die Vorzüge vom Lernen mit Karteikarten möchte ich nicht mehr eingehen, aber auf ein neues Programm verweisen. Nachdem iMemento nicht mehr unseren Bedürfnissen entsprach, wechselten wir auf Remme. Das Programm wird aber nicht mehr weiterentwickelt und läuft auch nicht mehr zufriedenstellend. Aus diesem Grund haben wir nun Flashcards im Einsatz und sind zufrieden damit. Das Programm ist ebenfalls für Android verfügbar, was für unser Projekt „Brings mIT“ natürlich von Vorteil ist.

Flashcards  Deluxe
[app 307840670]

Die Vokabeln für unsere Schule (Kt. Schwyz) stellen wir allen zur Verfügung und auf vielfachen Wunsch poste ich auch das Einführungsvideo, welches ich eigentlich ausschliesslich für meine Schülerinnen und Schüler gemacht habe (deshalb ist es auch mundart und nicht gerade professionell ;-)). Ich hoffe, es hilft auch noch weiteren Lernwilligen ….

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